nach oben
Eine bessere Chancenverwertung braucht die SG Pforzheim/Eutingen mit Max Lupus. Foto: PZ-Archiv, Hennrich
Eine bessere Chancenverwertung braucht die SG Pforzheim/Eutingen mit Max Lupus. Foto: PZ-Archiv, Hennrich
15.09.2016

SG Pforzheim/Eutingen setzt auf Heimpublikum – TGS Pforzheim mit einigen Verletzten

Mit Hilfe des Publikums will die SG Pforzheim/Eutingen am Samstag den zweiten Heimerfolg in der dritten Handball-Bundesliga feiern. Ein einfaches Unterfangen ist das aber nicht, denn Gegner TV Großsachsen verfügt über ganz andere Qualitäten als Zweibrücken sie im ersten Ligaduell hatte. Mit Gunst, Schulz, Triebskorn und Zahn steht ein Paraderückraum und mit dem jungen Friesenheimer Ulrich am Kreis sowie Purucker und Hundt vom Ligakonkurrenten Hochdorf hat man sich gut verstärkt.

In der Defensive anfällig

Die Angriffswucht des Gastes ergibt sich auch schon aus den 65 Treffern in den ersten beiden Spielen. Andererseits lassen 58 Gegentore auch Schwachstellen in den Reihen des nordbadischen Kontrahenten erahnen. „Es wäre wichtig, dass die Jungs diese Lücken nutzen“, hofft SG-Coach Alexander Lipps, der die Probleme seines Angriffs vor allem in der Chancenverwertung sieht.

Nachdem mit Sandro Münch einer seiner Scharfschützen schon seit Beginn der Runde und wohl auch noch in den nächsten Wochen verletzt ausfällt, muss Lipps nunmehr auch noch um Neuerwerbung Goran Gorenac bangen. Der 2,07-Meter-Mann zog sich in Oppenweiler bereits in der ersten Hälfte eine Sprunggelenksverletzung zu, biss dann aber auf die Zähne und markierte in Abschnitt Nummer zwei trotz des Handicaps auch noch zwei Tore. Nach gestrigem Stand wird der Riese am Samstagabend wohl passen müssen – freilich stirbt die Hoffnung auf die Kunst des behandelnden Physios zuletzt. Ein Einsatz wäre auch schon der Abwehr wegen wichtig, in der Gorenac zusammen mit Catak und Hohnerlein den bisher recht stabilen inneren Abwehrblock bildet.

Die TGS Pforzheim muss sich zum zweiten Mal binnen Wochenfrist mit einer Pfälzer Vertretung auseinandersetzen, diesmal geht es zum VTV Mundenheim, einem Ortsteil von Ludwigshafen. Nimmt man die Ergebnisse der beiden ersten Spieltage und vor allem die letzten 45 Minuten der TGS im Spiel gegen Hochdorf, müsste das Punktepaar eigentlich mit auf die Heimreise gehen.

Allerdings sollte man nicht übersehen, dass die Pfälzer über zwei Spielrunden hinweg vor eigenem Publikum ungeschlagen geblieben waren und bei der Heimniederlage zum Auftakt gegen Oftersheim/Schwetzingen mit Patrick Buschsieper der Spieler fehlte, der in Fürstenfeldbruck mit seinen neun Treffern den Aufsteiger über weite Strecken auf Augenhöhe hielt.

Mit dem Wunschkader werden die Turngesellen in Mundenheim vermutlich nicht auflaufen können, fehlen dürfte mit großer Wahrscheinlichkeit Julian Rost, der sich gegen Hochdorf eine Knieverletzung (Außenmeniskus) zuzog. Auch hinter dem Mitwirken von Felipe Soteras-Merz steht aufgrund einer Daumenverletzung noch ein Fragezeichen. In den Reihen von Mundenheim steht im übrigen auch ein Spieler mit Wurzeln nach Pforzheim. Christopher Bregazzi, Sohn des TB-Vorsitzenden und EuroGoldCup-Manager. Der mittlerweile 19-jährige Linkshänder ließ sich bereits mit 13 Jahren in den Handballinternaten von Bayer Dormagen und zuletzt TSG Friesenheim ausbilden. Ab dieser Saison hat er in Mundenheim einen Vertrag erhalten.

Runderneut gegen Neuling

Mit Spannung wird am Samstagabend, Spielbeginn 18 Uhr, in der Fritz-Erler-Halle die Saisonpremiere von Frauen-Drittligist HSG TB/TG 88 Pforzheim erwartet. Das Flaggschiff des Pforzheimer Frauenhandballs wurde zwischen den Runden fast runderneuert, auch der Trainer Zoran Stavreski, der von der HB Ludwigsburg kam, ist neu. Viele der eigenen Spielerinnen werden selbst die treuen Anhänger der HSG noch nicht kennen, bleibt zu hoffen, dass sich die eine oder andere durch eine herausragende Leistung ins Gedächtnis einbrennt.

Unbekannt ist in der hiesigen Region auch der Gegner, der TV Brombach, ein Aufsteiger aus der Nähe von Lörrach.