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Die Reihen rund um Trainer Alexander Lipps (Mitte) haben sich bei der SG Pforzheim/Eutingen vor dem Heimspiel gegen Deizisau gelichtet. Foto: Ripberger/PZ-Archiv
Die Reihen rund um Trainer Alexander Lipps (Mitte) haben sich bei der SG Pforzheim/Eutingen vor dem Heimspiel gegen Deizisau gelichtet. Foto: Ripberger/PZ-Archiv
15.10.2015

SG muss viele Ausfälle verkraften - TGS in Hochdorf

Während in der 3. Handball-Liga die Männer der TGS Pforzheim in Hochdorf und die Frauen der HSG Pforzheim in Bietigheim auswärts ran müssen, steht das personell gebeutelte Team der SG Pforzheim/Eutingen in der Oberliga daheim gegen Deizisau unter Druck.

Die Partie zwischen Hochdorf und der TGS Pforzheim ist für beide Mannschaften bei ausgeglichenem Punktekonto richtungsweisend. Führt der Weg auf- oder abwärts? Nach der zuletzt ordentlichen Leistung gegen Pfullingen rechnet sich das Team von Andrej Klimovets auch in der Pfalz etwas aus. Allerdings sollte die gute Leistung endlich einmal über 60 Minuten erbracht werden, denn die TGS leistet sich auch in erfolgreichen Begegnungen immer wieder Schwächephasen, in denen der Gegner Boden gut machen darf. Mit dem genesenen Kreisläufer Christian Heuberger kann Pforzheim mittlerweile eine Stammformation aufs Feld schicken, die jedem Gegner Respekt abnötigt.

203:202 lautet das Hochdorfer Torverhältnis nach sieben Spielen. Das zeigt: Die Stärke des TV liegt bei knapp 30 Treffern pro Partie eher im Angriff, wo vor allem Jan Claussen und Tim Beutler treffsicher sind. Dass Pascal Kirchenbauer mit seinem Zweitspielrecht für Hochdorf aufläuft, ist eher unwahrscheinlich. Der bei der SG Pforzheim ausgebildete Nachwuchs-Nationalspieler ist tags zuvor in der 2. Liga mit Friesenheim in Hamm im Einsatz.

Nach zwei Heimspielen und einer zweiwöchigen Pause muss Frauen-Drittligist HSG TB/TG 88 Pforzheim bei der SG Bietigheim II auswärts ran. Pech für die Gäste, dass Bietigheims Bundesligamannschaft an diesem Tag spielfrei ist – die SG-Reserve kann also auf Unterstützung von oben hoffen. Mit der routinierten Annamaria Ilves ist eine langjährige Bundesliga-Spielerin als spielende Co-Trainerin auf jeden Fall in der Zweiten dabei.

Die zweiwöchige Pause ist den Pforzheimerinnen entgegengekommen, weil Neuzugang Franziska Ramirez ihre Handverletzung jetzt auskuriert hat – sie kann nun im Rückraum Nastja Antonewitch Entlastung bringen.

Für Oberligist SG Pforzheim/Eutingen war der Auftritt beim TV Sandweier eine Begegnung, die man schnellstens vergessen will und muss. Fast mehr noch als die Niederlage mit 38 Gegentoren schmerzte die Verletzung von Kapitän Manuel Mönch (Achillessehne), der voraussichtlich vier Wochen ausfällt. Auch Marius Hufnagel (Sprunggelenk) und Drasko Mravljevic (Rote Karte mit Bericht) mussten in Sandweier vorzeitig vom Platz. Wie lange Mraveljevic pausieren muss, bleibt abzuwarten. Weil auch Bastian Langenfeld und Nicolai Gerstner weiterhin verletzt ausfallen werden, stellt sich die Mannschaft von Alexander Lipps fast von selbst auf.

Immerhin besteht Hoffnung, dass Marius Hufnagel und Carlo Petruzzi wieder mitmachen können. Angesichts des ausgedünnten Kaders könnte aber Tobias Müller wieder die erste Mannschaft reaktiviert werden. Vielleicht erhält auch der junge Marco Blum, erfolgreichster Werfer in der Reserve, eine Chance. Die Rolle des Anführers im Rückraum muss Sandro Münch ausfüllen. Mut macht den Eutingern auch, dass Dominic Seganfreddo, nach achtmonatiger Zwangspause, in Form kommt. Gegen den TSV Deizisau gab es für Pforzheim vergangene Saison zwei Siege, doch die Schwaben präsentieren sich in dieser Saison stark verbessert und sind Tabellenzweiter.

Hoch hergehen wird es am Sonntag in der Sporthalle beim Bruchsaler Hallenbad, wo sich die SG Heidelsheim/Helmsheim und der TV Bretten im Derby gegenüberstehen. Bretten will an die gute Leistung aus dem Sieg gegen Wolfschlugen anknüpfen. Heidelsheim steht mit bislang zwei Punkten gehörig unter Druck.