Mühlacker/Samorin. Bei der zweiten Austragung von „The Championship“, einem mit 150 000 Euro dotierten und prestigeträchtigen Mitteldistanz-Triathlon im slowakischen Samorin, kommt es am Sonntag erneut zum Duell zwischen Sebastian Kienle und Lionel Sanders. 2017 lieferten sich die beiden Weltklasseathleten einen erbitterten Zweikampf. Erst auf dem Schlusskilometer setzte sich der Kanadier ab.
Ähnlich verhielt es sich beim Ironman 70.3 in St. George vor rund einem Monat. Dem enormen Tempo der beiden „Überbiker“, wie schnelle Radfahrer gemeinhin bezeichnet werden, konnte keiner der anderen Mitfavoriten folgen, so dass es ein Zweikampf um den Sieg wurde. Auf einen ähnlichen Rennverlauf hofft Sebastian Kienle am Sonntag, dieses Mal jedoch mit dem besseren Ende für sich. „Speziell im Laufen konnte ich mich in den Wochen seit meiner Rückkehr aus den USA noch einmal deutlich steigern. Ich freue mich auf die Revanche gegen Lionel“, sagt der Triathlet aus Mühlacker.
Gut für starke Radfahrer
Das Rennformat in Samorin, bei dem auf dem Rad ein Mindestabstand von 20 Meter (statt wie üblich 12 Meter) zum Vordermann einzuhalten ist, kommt starken Radfahrern wie Sebastian Kienle oder Lionel Sanders entgegen. Der Vorjahresdritte, der frühere 70.3 Weltmeister Michael Raelert, sowie der Viertplatzierte von 2017, Andreas Dreitz, wollen einen Zweikampf Kienle/Sanders verhindern. Ebenfalls zu beachten sind der Australier Sam Appleton, der laufstarke Schweizer Sven Riederer sowie Maurice Clavel.
Nächster Saisonhöhepunkt für Sebastian Kienle ist die Challenge Roth am 1. Juli. Ein Sieg bei diesem legendären Rennen fehlt dem Ironman-Weltmeister von 2014 noch. Bei seinem Langdistanz-Debüt in Roth 2010 hatte Kienle auf Anhieb die magische 8-Stunden-Marke geknackt und auf den 180 Radkilometern eine neue Weltbestzeit aufgestellt. Zur Vorbereitung auf dieses Event wird Kienle beim Heimrennen seines Vereins, der Challenge Heilbronn, zu sehen sein.
Zur Titelverteidigung bei der Ironman-Europameisterschaft in Frankfurt wird Kienle nicht antreten. Mit von der Partie ist er dennoch – als Co-Kommentator beim Hessischen Rundfunk.

