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Der Darmstädter Serdar Dursun (Mitte) im Zweikampf mit Marc Lorenz (rechts) und David Pisot (links) vom Karlsruher SC beim 1:1 am 4. Oktober. Ein Unentschieden wird es im Pokal am Dienstag nicht geben.  Foto: dpa 

So will der KSC Risiken im Pokalspiel bei Darmstadt 98 vermeiden

Karlsruhe. Um den Einzug ins Achtelfinale und damit verbunden um TV-Gelder in Höhe von etwa 700.000 Euro spielen die Fußballer des Karlsruher SC in der zweiten Runde des DFB-Pokals beim Zweitligakonkurrenten Darmstadt 98. Die Begegnung am Dienstag (20.45 Uhr/Sky) ist diese Saison schon der zweite Auftritt der Wildparkprofis im Stadion am Böllenfalltor. Ein 1:1 wie am Freitag, 4. Oktober wird es nicht geben, denn im Pokal lautet die Devise: hopp oder top – raus oder weiter.

„Klar wir wollen auch in der nächsten Runde noch in der Lostrommel sein“, sagt Alois Schwartz, „aber das wird ein harter Ritt.“ Immerhin kann Trainer Schwartz fast aus dem Vollen schöpfen. Nur Lukas Grozurek ist nach einer schweren, zweiwöchigen Halsentzündung nicht einsatzfähig. Lukas Fröde hingegen wird nach seiner Gelb-Rot-Sperre beim 3:3 gegen Hannover 96 in die Karlsruher Startelf zurückkehren.

Schwartz zieht auch eine taktische Umstellung in Erwägung: „Wir haben auch schon 4-2-3-1 gespielt. Es kann sein, dass wir in diesem System bleiben.“ Seine Mannschaft müsse auf jeden Fall defensiv stabiler auftreten als am vergangenen Samstag beim 3:3 gegen 96. „Da hatten wir zu große Lücken. Da standen wir zu breit, zu weit auseinander.“

Nur drei Tage nach der kräftezehrenden Auseinandersetzung mit den Niedersachsen sei es wichtig, „Frische auf den Platz zu bekommen“. Schwartz ist froh, personelle Alternativen zu haben. Einerseits im defensiven Mittelfeld, wo aller Voraussicht nach Alexander Groiß Fröde weichen muss. Aber auch in der Spitze. Sollte Marvin Pourié in der Anfangsformation den Vorzug gegenüber Philipp Hofmann erhalten, wäre das zumindest keine große Überraschung. Mit zwei Stürmern aufzulaufen, scheint Schwartz angesichts einer gewissen defensiven Anfälligkeit momentan zu riskant zu sein. Trotzdem fordert er von seiner Mannschaft, „auch mutig nach vorne zu spielen. Denn da haben wir auch Qualitäten. Und es ist wichtig, diese einzusetzen.“

Festgespielt in der KSC-Startelf hat sich zuletzt Kyoung-Rok Choi, der endlich, so Schwartz, „seine guten Trainingsleistungen in Bochum und gegen Hannover auch ins Spiel rübergebracht hat.“ Gastgeber Darmstadt hat zuletzt zweimal 1:0 gewonnen, beim FC St. Pauli, wo der KSC am kommenden Samstag zu Gast ist, und zuhause gegen Erzgebirge Aue. Die Lilien hätten zuletzt das nötige „Match-Glück“ gehabt, sagt Schwartz. „Das haben sie sich erarbeitet.“

Mögliche KSC-Aufstellung: Uphoff – Thiede, Gordon, Pisot, Roßbach – Stiefler, Fröde – Choi, Wanitzek, Lorenz – Hofmann.