Regensburg. Ein Nachmittag für die Geschichtsbücher der Pforzheim Wilddogs: Mit einem 31:0 kehrte GFL-Team am Samstag vom Spiel bei den Regensburg Phoenix zurück. Erstmals in der höchsten Spielklasse gelang es der Pforzheimer Verteidigung, die Null zu halten, also dem Gegner keinen einzigen Punkt zu gestatten.
Der Weg dahin war ein hartes Stück Arbeit – vor allem in der ersten Hälfte.Dass die Vorbereitung nicht ganz reibungslos verlaufen war – so hatt ein Vorbereitungsspiel gefehlt – , ließ sich an der Abstimmung erkennen.
Die Wilddogs-Defense zeigte von Beginn an ihre „Bend don’t Break“-Mentalität: Zwar kamen die Phoenix mühsam, aber stetig voran, doch am Ende sprang eben nichts Zählbares heraus.
Zunächst punktet Hirschberger
In der Wilddogs-Offensive platzte im zweiten Anlauf der Knoten: Luca Hirschberger gelang der erste Touchdown der Saison. Er ließ noch einen Zusatzpunkt folgen. Das zweite Viertel war geprägt von verpassten Chancen und defensiver Dominanz. Nick Olivier sorgte für einen Höhepunkt in der Verteidigung, als er einen vom Mitspieler abgeprallten Ball reaktionsschnell zur Interception pflückte. Die Offense der Pforzheimer nutzte dieses Momentum und marschierte bis an die 5-Yard-Linie, doch die Regensburger Verteidigung hielt stand – der anschließende Field-Goal-Versuch der Wilddogs segelte links am Pfosten vorbei.


Saisonauftakt für die Pforzheimer Wilddogs beim Aufsteiger Regensburg Phönix in Bayern
Kurz vor der Halbzeit überschlugen sich die Ereignisse: Erst leisteten sich die Wilddogs eine Interception, dann profitierte Regensburg bei einem vergebenen Field-Goal gleich zweimal von Strafen gegen die Pforzheimer Defense. Erst als die Phoenix-Offense es von der 15-Yard-Linie per Pass versuchte, beendete Konstantin Katz mit einer Interception den Spuk. Er rettete also die Führung vor dem Gang in die Kabine.
Explosives drittes Viertel
In der zweiten Hälfte zeigten die Wilddogs ein völlig anderes Gesicht. „Nach der Pause hat es endlich geklickt“, analysierte der Trainerstab später. Angeführt von starken Läufen durch Dre Harris marschierte das Team über das Feld. Leonell Fritzens Touchdown-Fang brachte das 0:14. Die Defense zwang Regensburg dann erneut zum schnellen Punt, und die Offense schlug eiskalt zu: Ein Quick-Pass auf Raymond Fragosa brachte das 0:21.
Nur zwei Spielzüge später fing Katz den nächsten Pass der Hausherren ab. Luca Faschian krönte den Drive mit einem Touchdown zum 0:28. Die schier unglaublichen 21 Punkte in diesem einen Viertel sorgten für die Vorentscheidung. Das Schlussviertel war aus Pforzheimer Sicht eine Abwehrschlacht. Olivier wurde mit noch einer Interception endgültig zum Regensburg-Albtraum. Und ein Field Goal von Faschian brachte den 31:0-Endstand.


Viel Zuwachs für die Wilddogs Pforzheim – Am 9. Mai beginnt die GFL-Saison
Trotz des Jubels gibt es Sorgen: Mit Hirschberger (verletzt beim Return) und Chris van Munster als Pforzheimer Stützen mussten vorzeitig raus. Offen ist, ob sie am kommenden Samstag gegen die Berlin Rebels dabei sind. Headcoach Michael Lang mahnte nach dem Spiel in Regensburg zur Demut: „Es gibt einiges aufzuarbeiten. Es gibt noch viele Baustellen, an denen wir drehen müssen. Ich bin natürlich froh über den Sieg, aber wir müssen uns steigern.“

