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Alles im Griff hatten die Sterne mit Stina Barnert (links) und Tasiana Likhtarovich (rechts) im Halbfinale gegen Gastgeber Chemnitz mit Valerie Rose McQuade. Doch im Finale gegen Wasserburg gingen die Basketballerinnen aus Keltern dann baden.   Seidel
Alles im Griff hatten die Sterne mit Stina Barnert (links) und Tasiana Likhtarovich (rechts) im Halbfinale gegen Gastgeber Chemnitz mit Valerie Rose McQuade. Doch im Finale gegen Wasserburg gingen die Basketballerinnen aus Keltern dann baden. Seidel
25.03.2018

Sterne im Pokalfinale von der Rolle

Aller guten Dinge sind drei: Zum dritten Mal in Serie haben die Rutronik Stars aus Keltern gestern die Silbermedaille im deutschen Basketball-Pokal gewonnen. Besonders glücklich sind die Korbjägerinnen aus dem Enzkreis darüber allerdings nicht. Denn das Team von Coach Christian Hergenröther war am Wochenende mit dem Ziel angetreten, erstmals den Pott nach Keltern zu holen und damit vielleicht eine Wachablösung im deutschen Frauen-Basketball einzuleiten.

Doch nach einer starken Leistung am Samstag im Halbfinale gegen Gastgeber ChemCats Chemnitz (97:58) waren die Sterne im Finale absolut chancenlos. In der Neuauflage des Finals der vergangenen beiden Jahre hatte das Team aus Oberbayern wenig Probleme gegen die mit hohen Erwartungen aufgelaufenen Badener.

Serienmeister TSV Wasserburg hat mit dem souverän herausgespielten 78:53 (47:28)-Sieg zum fünften Mal in Serie den Pokal der Bundesliga gewonnen und sich mit dem Erfolg auch in eine Favoritenrolle bei den am kommenden Wochenende beginnenden Play-offs um die deutsche Meisterschaft gespielt.

„Unsere Leistung im Finale war eine Katastrophe. Wir haben von Beginn an keinen Zugriff auf das Spiel bekommen und lagen dann relativ schnell weit zurück“, ärgerte sich Sterne-Manager Dirk Steidl über das Endspiel in der 2000 Zuschauer fassenden Richard-Hartmann-Halle in Chemnitz. Dabei waren die Rutronik Stars mir breiter Brust angereist. Denn in der Meisterschaft hatte man den Dauerrivalen und Dauermeister erstmals hinter sich lassen können und auch in Wasserburg einen bemerkenswerten Sieg gelandet.

Doch davon war im gestrigen Finale nichts zu sehen. Keltern lief dem motivierten Gegner von Beginn an hinterher. Am Ende stand die äußerst schwache Wurfquote von 31 Prozent auf dem Zettel. Auch die Zahl von 22 Turnovers (Ballverluste) erreichte auf Kelterner Seite eine Höhe, mit der man ein solches Finale nicht erfolgreich bestreiten kann. Allein bei den Rebounds waren die Sterne besser (43:34), ohne daraus allerdings Kapital schlagen zu können. Fast alle Spielerinnen erreichten im Endspiel nicht ihre Normalform. Einzig Stina Barnert und Mailis Pokk konnten halbwegs ihr Potenzial abrufen. Bei Wasserburg überragten die Amerikanerinnen Monique Reid mit 30 und Rebecca Tobin mit 17 Punkten. Dabei hatte Tobin bis Mitte des letzten Viertels eine Wurfquote von 100 Prozent.

Zur Niederlage der Sterne kam noch Ärger über das Verhalten des Wasserburger Trainers Nikolay Gospodinov. Der Bulgare ging nach Aussage von Dirk Steidl bereits eineinhalb Minuten vor Spielende zur Bank des Gegners und „gratulierte“ Keltern zum Spiel.

Sehr erfreulich war hingegen am Samstag das Halbfinale gegen Gastgeber ChemCats Chemnitz. Beim 97:58-Erfolg passte alles. „Das war eine ganz tolle Mannschaftsleistung“, freut sich Dirk Steidl. Beste Sterne-Werferin in dieser Partie war Marina Markovic mit 18 Punkten.

Nach dem Final 4 im Pokal beginnen nun die Play-offs um die deutsche Meisterschaft. Dabei feiern die Sterne bereits am kommenden Sonntag, 1. April, ein Wiedersehen mit den „Katzen“ aus Chemnitz. Spielbeginn der ersten Partie in der Serie „Best of Three“ ist um 16.00 Uhr in der Speiterlinghalle in Keltern-Dietlingen.

Rutronik Stars Keltern: Ciappina 3, Elbert, Miloglav 3, Likhtarovich 2, Pokk 17, DeVaughn 14, Schüler, Markovic 2, Pikuite 2, Barnert 4, Orrange 6