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So ausgelassen wie unter Corona-Bedingungen möglich, haben die Sterne den Pokalsieg gefeiert. Foto: Hörndl 

Sterne nach Sieg im Basketball-Pokal im Freudentaumel

Keltern. Mit einem Spaziergang und einer Aufholjagd haben sich die Rutronik Stars Keltern den DBBL-Pokal gesichert. In Nördlingen ging es in einem Final-Four um die Trophäe für vergangene Saison. Den Finaleinzug machten die Sterne am Samstag mit einem 103:82 (55:35) gegen TK Hannover klar, im Endspiel gegen den TSV Wasserburg wurde es dann eng: Keltern hatte mit 76:68 (35:36) die Nase vorn. Andrijana Cvitkovic saß zunächst zwar auf die Bank, entwickelte sich aber zur Basketballerin des Finals. 20 Punkte und neun Rebounds steuerte sie zum Erfolg bei. Auf 13 Punkte kam Emmanuella Mayombo, die zum Schluss mit verwandelten Freiwürfen endgültig für Klarheit sorgte.

Nach dem Halbfinale war Sterne-Trainer Christian Hergenröther darauf gefasst, dass das Team aus Oberbayern seine Schützlinge vor viele Herausforderungen stellen würde. Der Finalgegner sei im Hinblick auf die anstehende neue Saison schon recht weit. Vor allem auf die Zonenverteidigung musste sich Keltern erst einstellen. „Unsere ganzen Abläufe offensiv kamen ins Stocken“, sagte Hergenröther.

Ganz zu Beginn waren die Sterne klar hinten und mussten zusehen, den Anschluss nicht zu verlieren: „Glücklicherweise haben wir bis zur Pause verkürzen können. Wir waren froh, da nur noch einen Punkt hinten zu liegen.“

Danach ging es durchgehend eng zu. Rund zwei Minuten vor dem Ende, als Keltern fünf Punkte Vorsprung hatte, begann das taktische Spiel: Wasserburg foulte, damit der Gegner die Angriffe nicht ausspielen konnte, sondern sein Glück von der Freiwurflinie aus versuchen musste. Kelterns Milica Deura verpasste da dann eine erste Chance, für klare Verhältnisse zu sorgen. Der Vorsprung geriet aber nicht mehr in Gefahr.

Im Halbfinale hatten die Sterne davon profitiert, dass Gegner Hannover nur acht Spielerinnen hatte. „Wir haben einen guten Lauf hinbekommen und das Spiel eigentlich kontrolliert“, sagte Hergenröther zu dieser Partie.

Am Ende mussten die Sterne angesichts der Corona-Vorsichtsmaßnahmen improvisieren: „Wir haben uns die Medaillen quasi selbst umgehangen und den Pokal genommen, dann halt ein bisschen Champagner-Dusche gemacht“, berichtete Hergenröther: „Man ist da in einem Glückstaumel, so dass einem die Einschränkungen gar nicht so auffallen.“

Statistik Finale:

Keltern: Vaughn 15, Deura 8, Pavic, Cvitkovic 20, Pokk, Pulk, Mingo 8, Mandic 2, Belobi-Nawezhi 4, Orrange 6, Mayombo 13

Statistik Halbfinale:

Keltern:Vaughn 20, Deura 9, Pavic 2, Cvitkovic 4, Pokk 7, Pulk 8, Mingo 9, Mandic 11, Belobi-Nawezhi 19, Orrange 8, Mayombo 6

Ralf Kohler

Ralf Kohler

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