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Spaß am Laufen haben auch viele Teilnehmer des CityLaufs in Pforzheim.  Foto: PZ-Archiv, Meyer 

Stressfrei zum Halbmarathon: „Lauf geht’s“ bietet Trainingsprogramm ohne Leistungsdruck

Pforzheim. Stress ist für viele ein täglicher Begleiter, sei es bei der Arbeit oder auch im Privatleben. Da ist der Termindruck oder der Leistungsdruck, der ganz schön aufs Gemüt schlagen können – und auch die Gesundheit beinträchtigen. Sport ist da ein guter Ausgleich und hilft, den Stress besser zu bewältigen. Gleichzeitig tut man etwas für die eigene Gesundheit.

Initiator Wolfgang Grandjean

Die Pforzheimer Zeitung hat deshalb die Aktion „Lauf geht‘s“ gestartet. Ein Projekt, das Initiator Wolfgang Grandjean als „Genuslaufen ohne Leistungsdruck“ beschreibt. Das Ziel: Menschen in sechs Monaten für einen Halbmarathon fit zu machen. 21 Kilometer am Stück zu laufen, ist ein ambitioniertes Ziel, vor dem viele zurückschrecken. „Das macht ja nur noch mehr Stress“, ist die Sorge. Doch Wolfgang Grandjean hat zusammen mit dem Sportbiologen Dr. Wolfgang Feil ein Konzept entwickelt, das Tausende in ganz Deutschland schon begeistert hat und den Trainingsstress so gering wie möglich hält. Laufen hat einen großen Vorteil: Man kann es überall machen – auch im Urlaub oder auf Geschäftsreise. Alles, was man braucht, sind ein paar Laufschuhe und die richtige Kleidung. Für das „Lauf geht’s“-Training wäre zudem eine Pulsuhr zu empfehlen, aber auch die kann man überall hin mitnehmen. Natürlich ist es beim Training für einen Halbmarathon nicht mit einmal Laufen pro Woche getan. Sollte es aber im Terminkalender mal eng werden, kann eine Laufeinheit auch durch ein sogenanntes Tabata Training ersetzt werden. Dabei handelt es sich um ein hochintensives Intervalltraining, bei dem sich kurze Belastungsphasen, wie zum Beispiel schnelles Gehen auf der Stelle, mit noch kürzeren Pausen abwechseln. Dazu braucht man kein Equipment und nur wenig Zeit.

Sollte es aber aufgrund von Krankheit, Urlaub oder Geschäftsreise in einer Woche nicht einmal fürs Tabata Training reichen, so bedeutete das nicht automatisch das Aus bei „Lauf geht’s“. Durch eingeplante Regenerationsphasen ist es möglich, den Halbmarathon trotzdem zu schaffen. Für Fragen rund ums Training steht den Teilnehmern jederzeit die Forschungsgruppe von Dr. Feil zur Verfügung. Per E-Mail können die Teilnehmer mit dieser in Kontakt treten und erhalten spätestens 48 Stunden danach eine Antwort.

Die 5+2 Regel

Um das Training zu unterstützen, gehört auch ein Ernährungsplan zum „Lauf geht’s“-Konzept dazu. „Das ist aber keine Diät“, betont Wolfgang Feil. Man würde auch niemanden zwingen, sich an das Ernährungskonzept zu halten, so Feil. Dennoch sei es sinnvoll, um die Leistung zu steigern. „Um es etwas einfacher zu machen, gilt die Regel 5+2, das heißt fünf Tage die Woche Ernährung nach Dr. Feil und zwei Tage ganz normal“, sagt der Sportbiologe.

Zeit spielt keine Rolle

Ganz wichtig: Bei „Lauf geht’s“ spielt die Zeit, die am Ende beim Halbmarathon erreicht wird, keine Rolle – also auch hier müssen sich die Teilnehmer keinen Stress machen. Im Vordergrund steht der Spaß an der Bewegung. Beim CityLauf in Pforzheim wird zudem am 5. Juli schon mal ein größerer Lauf über 10 Kilometer absolviert.

Das Schöne bei „Lauf geht’s“: Man ist nicht allein. In den wöchentlichen Lauftreffs im Pforzheimer Enzauenpark, im Gengenbachtal, in Kieselbronn und in Neulingen trifft man auf Gleichgesinnte – und auf von der Forschungsgruppe Dr. Feil geschulte Trainer.

Dr. Feil ist übrigens auch davon überzeugt, dass man durch gezielte Übungen und die Ernährung ebenfalls Stress reduzieren kann. Wie das geht, verrät er sicher den „Lauf geht’s“-Teilnehmern bei seinem Vortrag am 21. April im PZ-Forum.

Rund 175 Menschen aus Pforzheim und Umgebung haben sich bereits für die PZ-Aktion „Lauf geht‘s – gemeinsam zum Ziel“ angemeldet. Wenn auch Sie Teil des Teams sein möchten, das am 20. September beim Halbmarathon in Karlsruhe an den Start geht, dann melden Sie sich noch bis zum Mittwoch, 18. März, online auf der Internetseite www.laufgehts-pforzheim.de an.

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Anna Wittmershaus

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