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Weltmeister Andrej Klimovets wird bei der TGS Pforzheim wohl einmal mehr auf dem Spielfeld aushelfen müssen. PZ-Archiv/Hennrich
Weltmeister Andrej Klimovets wird bei der TGS Pforzheim wohl einmal mehr auf dem Spielfeld aushelfen müssen. PZ-Archiv/Hennrich
11.02.2016

TGS Pforzheim Handballer: Heimspiel steht unter keinem guten Stern

Für die Drittliga-Handballer der TGS Pforzheim steht das Heimspiel am Samstag gegen Großsachsen verletzungsbedingt unter keinem guten Stern. Das Frauenteam der HSG Pforzheim muss mitten in einer veritablen Vereinskrise zum Spitzenreiter Ketsch. Oberligist SG Pforzheim ist in Willstätt gefordert.

Eigentlich wollte die TGS Pforzheim ihre Fans im Heimspiel gegen Großsachsen für den misslungenen Auftritt gegen Zweibrücken entschädigen. Doch in der spielfreien Faschingswoche vergrößerte sich das Lazarett des Drittligisten durch gravierende Ausfälle. Kreisläufer Christian Heuberger hat sich im Training ohne Fremdeinwirkung einen Riss des Syndesmosebands zugezogen, wurde bereits operiert und wird für den Rest der Runde wohl ebenso ausfallen wie Allrounder David Hoffmann, der an der Hand operiert werden musste. Spielmacher Valentin Hörer hat vom Arzt noch keine Trainingsfreigabe, Florian Taafel kann mit seiner Schulterverletzung in der Abwehr nur eingeschränkt eingesetzt werden. Also muss Trainer Andrej Klimovets wohl wieder ran. Wie bereits zuletzt in Herrenberg wird der Weltmeister wieder die Abwehr organisieren müssen.

Chance für zweite Reihe

Die Verletzungsmisere ist auch eine Chance für Akteure, die sonst in der zweiten Reihe stehen. Davor Sruk hat bereits in Herrenberg mit zwölf Toren und Schwerstarbeit im Abwehrblock aufhorchen lassen, auch Adrian Enders konnte punkten. Gegner Großsachsen hat vor der Saison eine Runderneuerung vollzogen. Bei fünf Niederlagen zum Auftakt sah es schlecht aus, doch inzwischen haben sich der in Friesenheim in der Bundesliga gestählte Ulrich, Großwallstadts Talent Schneider und Oftersheims Torschützenkönig Triebskorn sportlich eingefunden, später kam auch noch der Schwede Nyström dazu. 20:8 Punkte holte der TVG aus den letzten 14 Spielen.

Die „Wochen“ der Wahrheit absolviert derzeit die SG Pforzheim/Eutingen. Nach dem Sieg über Söflingen steht am Sonntag beim TV Willstätt das nächste Duell mit einem direkten Konkurrenten bevor. Beide Teams kämpfen derzeit mit dem Tabellenzweiten Neuhausen (9 Minuspunkte) um den zweiten Tabellenplatz, wobei die SG Pforzheim (10) gegenüber Willstätt deutlich im Vorteil ist. Die Südbadener haben mit den Hünen Jankovic, Muhovec und Jankowski einen Paraderückraum und mit dem langen Sruk einen der torgefährlichsten Kreisläufer der Liga. Doch die Pforzheimer Truppe von Alexander Lipps konnte die letzten Vergleiche mit Willstätt dank Einsatz und Willensstärke für sich entscheiden. Im Hinspiel trumpften vor allem Sandro Münch und Drasko Mrvaljevic auf. Der Einsatz von Mrvaljevic (Zerrung) ist aber noch fraglich. Als sicher gilt hingegen das Comeback von Manuel Mönch nach dreimonatiger Verletzungspause und überstandener Krankheit. Auch von Max Lupus darf man nach überstandener Zwangspause wieder Kontertore erwarten.

Der TV Bretten fährt als Außenseiter zur TSG Söflingen, hofft aber darauf, dass der Gegner frustriert ist, nachdem das Ziel Aufstieg erledigt scheint.

Bei den Frauen der HSG TB/TG 88 Pforzheim wird im Spiel beim verlustpunktfreien Tabellenführer Ketsch erneut Vorstandsmitglied David Bregazzi auf der Bank sitzen, denn bei der Suche nach einem Nachfolger für den zurückgetretenen Matthias Cullmann ist man beim krisengeschüttelten Flaggschiff des Pforzheimer Frauenhandballs noch nicht weit gekommen. Ein Hoffnungsschimmer ist, dass sich das Team um Nastja Antonewitch und Franziska Ramirez zuletzt in Allensbach in einem furiosen Endspurt den ersten Zähler gegen eine der drei Top-Mannschaften sicherte. Und in der Vorrunde lieferten die Pforzheimerinnen gegen Ketsch eines seiner besten Saisonspiele ab.