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Viel zu viel Zeit ist vergangen, seit die TGS Pforzheim mit Florian Taafel (links) einen Heimsieg landen konnte. Seit dem 33:21 gegen den HC Oppenweiler/Backnang (rechts Ruben Sigle ) Mitte Dezember setzte es in der Bertha-Benz-Halle fünf Niederlagen.   Gössele/PZ-Archiv
Viel zu viel Zeit ist vergangen, seit die TGS Pforzheim mit Florian Taafel (links) einen Heimsieg landen konnte. Seit dem 33:21 gegen den HC Oppenweiler/Backnang (rechts Ruben Sigle ) Mitte Dezember setzte es in der Bertha-Benz-Halle fünf Niederlagen. Gössele/PZ-Archiv
17.03.2016

TGS Pforzheim hat genug vom Heimkomplex

In der 3. Handball-Liga soll die die Bertha-Benz-Halle kein Selbstbedienungsladen für Gäste mehr sein. Nach zuletzt fünf Heimniederlagen möchte die TGS Pforzheim den eigenen Anhang im Spiel gegen die SG Nußloch mit einer starken und erfolgreichen Vorstellung verwöhnen. Der bisher letzte Heimsieg des Teams war vor inzwischen mehr als drei Monaten ein 33:21 gegen den HC Oppenweiler/Backnang.

Der Einbruch zuhause erfolgt fast immer im Endspurt. An der Kondition kann es aber eigentlich nicht liegen, denn vor einer Woche beim Spitzenreiter HSG Konstanz erkämpften sich Florian Taafel und seine Mitstreiter das viel beachtete 22:22 in der Schlussviertelstunde. Beim Spiel am Bodensee hat sich Torhüter Daniel Sdunek eine schmerzhafte Bauchmuskelzerrung zugezogen, die ihn voraussichtlich für die nächsten drei Wochen schachmatt setzt. Der Super-Gau ist das nicht, denn mit Jonathan Binder haben die Wartberger auf dieser Position einen weiteren Spitzenmann. Außerdem liefert Jörg Ludwig, der am Samstag auf der Bank sitzen wird, in der TGS-Perspektivmannschaft in der Landesliga seit Wochen herausragende Leistungen ab. Sieht man von Sdunek und Christian Heuberger ab, kann Pforzheims Spielertrainer Andrej Klimovets auf seinen kompletten Kader setzen. Gegner Nußloch ist ein Top-Team, das sich vorige Saison als Aufsteiger mit einem fast für die 2.Bundesliga tauglichen Kader gleich die Vizemeisterschaft sicherte. Viele Experten sahen in dem Team vor der laufenden Spielzeit den Geheimfavoriten. Dass Nussloch derzeit nur Dritter ist, liegt an der Verletzung von Spielmacher Frank Müller, der nach einem Knorpelschaden im Knie schon länger ausfällt. Mit Torjäger Pierre Freudl, Kevin Bitz oder Ernst Mantek hat das Team von der die Bergstraße aber noch einige sehr starke Handballer.

SG muss auswärts punkten

Die SG Pforzheim/Eutingen ist durch den Sieg über Oberliga-Spitzenreiter Oftersheim/Schwetzingen noch enger zusammengerückt. Da der TSV Neuhausen, der Konkurrent um den zweiten Aufstiegsplatz, von Sieg zu Sieg eilt, sollte die SG in den noch ausstehenden sechs Spielen am besten keinen Punkt abgeben. Dass das ein hohes Ziel ist, wird sich bereits am Sonntag bei der SG Heidelsheim/Helmsheim zeigen. In Pforzheim hat Heidelsheim/Helmsheim zwar mit 21:33 verloren. Seither ist das Team aber vor allem in den hinteren Reihen stabil geworden. Nach zuletzt drei Siegen haben die Schützlinge des ehemaligen Rhein-Neckar-Löwen Jens Ostheimer 23:25 Punkte und mit dem Abstieg nichts am Hut. Der Druck, gewinnen zu müssen, liegt in der Sporthalle beim Bruchsaler Hallenbad ohne Zweifel bei den Pforzheimern. Bei denen werden Sandro Münch (Verletzung am Sprunggelenk) und Julian Broschwitz (doppelter Kapselriss an der Wurfhand) auf die Zähne beißen. Beim Gegner sind die Boudgoust-Brüder, Christopher Prestel und Maximilian Vollmer Leistungsträger, die für Pforzheims Trainer Alexander Lipps und seine Spieler gut kennen.

Der TV Bretten steckt trotz des Sieges beim TSV Schmiden tief im Abstiegssumpf. Die Aussichten, dass sich die Lage am Sonntag in Deizisau bessert, sind gering.

Dezimierte HSG hat es schwer

Auflösungstendenzen gibt es in der 3.Liga der Frauen bei der HSG Pforzheim. Der neue Trainer Carsten Schmidmeister muss am Freitag mit einer Hand voll Spielerinnen zum ESV Regensburg. Dass sich Torfrau Melanie Breinich sowie der starke Rückraum mit Henschel, Ramirez und Steegmüller zuletzt über eine lange Phase gegen den Tabellenzweiten Gröbenzell behaupteten, lässt fürs Spiel in Regensburg zumindest ein wenig Hoffnung zu.