Die TGS Pforzheim schlägt den Tabellenzweiten TV Hochdorf mit 29:24 (13:11) und zeigt, dass sie in der 3. Liga mithalten können.
[Bildergalerie] TGS Pforzheim - TV Hochdorf So sehen Sieger aus, schallte es nach dem Abpfiff eines über 60 Minuten fesselnden Drittliga-Duells zwischen der TGS Pforzheim und dem Tabellenzweiten TV Hochdorf aus den Boxen – dazu ein hüpfender Jubelkreis in weißen Trikots und roten Hosen. Nach einem 29:24 (13:11)-Sieg der TGS Pforzheim hatte es am Samstagabend nach den ersten vier Minuten in der Fritz-Erler-Halle allerdings nicht ausgesehen. Zum einen hatten die Pforzheimer mit Kreisläufer Michal Wysokinski wieder einmal einen Verletzten aus der Stammsieben zu beklagen, zum anderen hatte sich Gegner Hochdorf als die befürchtete Walz von der Pfalz präsentiert und mit seinen ersten vier Angriffen mit 4:1-Toren vorgelegt.Tore gegen Pfälzer Riesen
Marko Kikillus und Christian Zluhan mit Tempogegenstößen sowie Valentin Hörer aus dem Rückraum glichen dann wieder aus, ehe mit Florian Taafel, Hörer und Sven Kaiser die Pforzheimer Rückraumschützen die Lücken im Innenblock der Pfälzer Riesen fanden und dafür sorgten, dass die Turngesellen mit 12:7-Treffern weg kamen. Garant für die 11:3-Tore-Serie der Turngesellen war aber in erster Linie Keeper Jonathan Binder, der den Pfälzern in dieser Spielphase auch alles wegstach. Trainer Andrej Klimovets sah die Leistung von Binder im perfekten Zusammenspiel mit der ganz hervorragenden Deckungsarbeit seiner Truppe, wo der für Wysokinski ins kalte Wasser geworfene Youngster Philipp Ast an der Nahtstelle gegen 2,04-Mann Lanninger ganze Arbeit leistete. Zeitstrafen gegen Taafel und Ast sowie ein verschossener Siebenmeter von Kikillus brachten Hochdorf wieder heran und ließen beim 13:11-Pausenstand eine heiße zweite Spielhälfte erwarten.
Männer von der Bank langen zu
Diese wurde dann neben der Fortsetzung der Binder-Show vor allem zu einer Bühne für die Männer von der Bank. Das erste Glanzlicht setzte David Hoffmann, als er, gerade für Christian Zluhan ins Spiel gekommen, auf der linken Außenbahn alles stehen ließ und mit einem Sturmlauf vom eigenen Kreis und danach mit einem weiteren Überzahltreffer dafür sorgte, dass der geschmolzene Vorsprung wieder auf 17:13-Treffer ausgebaut wurde. Philipp Ast ließ mit seinem ersten Drittligatreffer das 18:13 folgen. Danach bestätigte Freddy Zergon sogar in Unterzahl den Fünf-Tore-Vorsprung.(45. Minute).
Weil die Schlussviertelstunde von Konstanz noch im Hinterkopf saß und Hochdorf nun sein Heil in einer offenen Deckung gegen Florian Taafel und Valentin Hörer suchte, wurde es noch einmal richtig spannend. Vor allem Christian Streichsbier, der fast ohne Training in die Bresche gesprungen war, nutzte dann die Freiräume und die blind vertrauten Anspiele von Florian Taafel, um die letzten Zweifel am hoch verdienten Sieg zu beseitigen.
Im Spiel gegen den bisherigen Tabellenzweiten haben die Pforzheimer eindrucksvoll unterstrichen, dass sie in der 3. Bundesliga mithalten können. Der Erfolg war schon deshalb eminent wichtig, weil mit Herrenberg, Auerbach, Rödelsee und Großsachsen Mannschaften, die mit den Turngesellen wohl im harten Wettstreit stehen, an diesem Wochenende ebenfalls punkteten.
TGS Pforzheim: Binder, Hämmerling – Streichsbier (3), Taafel (7), Pietrucha, Kikillus (2), Hoffmann (4), Kaiser (3), Ast (1), Kusterer, Zergon (1), Hörer (5), Brandt (2), Zluhan (1)

