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Einige neue Gesichter gibt es im Kader des Handball-Drittligisten TGS Pforzheim: Hinten von links Martin Kienzle, Evgeni Prasolov, Jan-Moritz Grupe, Finn Malolepszy, und Trainer Andrej Klimovets; vorne von links Felipe Soteras-Merz, Lukas Salzseeler und Fabian Herkens. Foto: Koller
Einige neue Gesichter gibt es im Kader des Handball-Drittligisten TGS Pforzheim: Hinten von links Martin Kienzle, Evgeni Prasolov, Jan-Moritz Grupe, Finn Malolepszy, und Trainer Andrej Klimovets; vorne von links Felipe Soteras-Merz, Lukas Salzseeler und Fabian Herkens. Foto: Koller
08.07.2016

TGS Pforzheim verstärkt sich mit jungen Leuten - Spiel soll schneller werden

Pforzheim. Weiter, immer weiter nach oben – so lautet das Ziel bei den Handballern der TGS Pforzheim. Nachdem die Mannschaft vor zwei Jahren in die 3. Liga aufgestiegen war, gab es in der Premieren-Saison Rang neun und im Frühjahr 2016 dann Platz acht, allerdings punktgleich mit dem Tabellensechsten SG Kronau/Östringen II. Sich weiter zu verbessern lautet auch das Ziel für die neue Spielzeit, für die das Team jetzt das Training aufgenommen hat.

„Das braucht Zeit“

Mit konkreten Vorgaben hält man sich bei den Pforzheimer Turngesellen aber zurück: „Wir müssen wieder viele neue Spieler integrieren. Das braucht Zeit. Das geht nicht von null auf hundert“, sagt Trainer Andrej Klimovets. Und sein Abteilungsleiter Wolfgang Taafel assistiert: „Wir müssen abwarten, wie es passt.“ Taafels Vorgabe lautet schlicht und einfach „besser werden“. Das sollte möglich sein, denn die vergangene Spielzeit nennt er mit Blick auf die vielen Verletzungen „eine gebrauchte Saison“.

Es sieht auf jeden Fall vielversprechend aus, wie sich der Drittligist verstärkt hat. Mit Felipe Soteras-Merz (23) vom Drittliga-Absteiger SG Haslach/Herrenberg/Kuppingen, Evgeni Prasolov (28) vom Liga-Konkurrenten TSG Horkheim und Martin Kienzle (24) vom Erstligisten TVB Stuttgart haben sich die Pforzheimer im Rückraum neu aufgestellt und nach den Abgängen von Nils Brandt und Valentin Hörer zugleich deutlich verjüngt. Das Gleiche gilt für die Kreisläuferposition, wo Nils Boschen die Lücke schließen soll, die der Abgang von Christian Heuberger hinterlässt. Der 23-Jährige Boschen war schon vergangene Saison auf Leihbasis vom Zweitligisten SG BBM Bietigheim gekommen.

Und noch ein Stück jünger wird der Kader des Drittligisten durch die vier Spieler, die aus der eigenen Jugend kommen: Lukas Salzseeler (Rückraum Mitte, Linksaußen), Finn Malolepszy (Rückraum links), Jan Moritz Grupe (Rechtsaußen, Rückraum rechts) und Fabian Herkens (Kreis). Dieses Quartett ist kommende Saison noch in der A-Jugend spielberechtigt.

Gespannt sein darf man vor allem, wie der TGS-Rückraum künftig agiert, wie die drei hochkarätigen Neuzugänge – allesamt Rechtshänder – mit Pforzheims Torjäger Florian Taafel und Linkshänder Filip Prsa harmonieren. Prsa fehlt momentan im Training noch mit einer Sprunggelenksverletzung, Taafel laboriert immer noch an den Schulterproblemen, die ihn bereits vergangene Saison plagten. Soteras-Merz gilt als Allrounder und Kämpfertyp, könnte ebenso wie Prasolov und Kienzle in der Mitte spielen. Die Neuzugänge gelten aber zugleich als schnell und beweglich. Das kann sich auf die Abwehrarbeit auswirken (Taafel: „Das könnte für eine offensivere Variante sprechen), soll sich aber auch in der Offensive auszahlen. „Ich hoffe, dass unser Spiel schneller wird“, sagt Trainer Klimovets, „und ich hoffe auf mehr schnelle Gegenstöße.“