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Nach der Auftaktniederlage in Kornwestheim (Foto) ist die TGS zuhause gegen Kronau/Östringen II unter Druck. Filip Prsa (rechts) fehlt verletzt, Valentin Hörer (links) ist dabei; in der Mitte Kevin Wolf (Kornwestheim).   Gössele, PZ-Archiv
Nach der Auftaktniederlage in Kornwestheim (Foto) ist die TGS zuhause gegen Kronau/Östringen II unter Druck. Filip Prsa (rechts) fehlt verletzt, Valentin Hörer (links) ist dabei; in der Mitte Kevin Wolf (Kornwestheim). Gössele, PZ-Archiv
04.09.2015

TGS Pforzheim will die Junglöwen zähmen - SG Pforzheim in Kenzingen gefordert

Nicht wie geplant in der Bertha-Benz-Halle, sondern (wegen brandtechnischer Nachbesserungen) noch einmal in der Fritz-Erler-Halle, trägt Handball-Drittligist TGS Pforzheim am Samstag, zur gewohnten Anspielzeit um 19.00 Uhr, die Heimpremiere der neuen Spielrunde gegen die SG Kronau/Östringen II aus.

Die Viertelstunde vor der Pause war es, in denen die Wartberger am Samstag ihren ersten Pflichtspielauftritt bei Salamander Kornwestheim verspielten. Auch die letzten zehn starken Minuten, während der Florian Taafel und Co. den Schuhstädtern bis auf zwei Treffer auf die Pelle rückten, vermochten die erste Niederlage in der 3. Bundesliga gegen die von Hans Christensen gecoachten Kornwestheimer nicht zu verhindern. Der Spielverlust ist kein Beinbruch, weil Salamander den besseren Adressen der Liga zugerechnet wird.

Zu denen zählt auch der Gegner vom Samstag, die SG Kronau/Östringen II. Als Perspektivmannschaft der Rhein-Neckar-Löwen laufen die Junglöwen bereits seit Jahren als Drittligist auf. Platzierungen im oberen Tabellendrittel sind dabei Standard. Jahr für Jahr wird der Mannschaft Verstärkung aus dem Talentschuppen der Kraichgauer zugeführt. Auch zu dieser Runde stießen Ausnahmetalente wie die Jugendnationalspieler Max Haider, Rico Keller und Marvin Gerdon zu. Leistungsträger des Gastes sind aber dennoch zumeist ältere Semester. Michel Abt zum Beispiel, um dessen Dienste sich die Turngesellen vor zwei Runden selbst, wenn auch erfolglos, bemühten – oder Marius Steinhauser, der, wenn ihn nicht gleich zwei Kreuzbandrisse ausgebremst hätten, wohl heute mit den Löwen in der 1. Bundesliga „brüllen“ würde. Auf eine heiße Auseinandersetzung kann man sich am Samstagabend also einstellen, in der den Pforzheimern alles abverlangt werden wird. Allerdings hat sich bei den Wartbergern wieder das Verletzungspech eingeschlichen. Filip Prsa kann wegen einer Muskelverletzung definitiv nicht auflaufen. Ob Christian Heuberger, der sich in Kornwestheim eine Rückenverletzung zuzog und in dieser Woche bisher nicht mittrainieren konnte, mit dabei sein kann, ist mehr als fraglich. Dabei wäre gerade der Einsatz der Neuzugänge nicht nur am Kreis, sondern vor allem auch als Stabilisator der Abwehr, enorm wichtig.

In der Oberliga Baden-Württemberg führt die erste Auswärtsaufgabe die SG Pforzheim/ Eutingen am Samstag zum TB Kenzingen. Eine Aufgabe, die Alexander Lipps mit seiner Truppe wohl mit gemischten Gefühlen angeht. Denn die Südbadener, und hier vor allem deren litauischen Akteure, haben den Pforzheimern in den letzten Spielen nicht nur einmal eine lange Nase gedreht. Und trotzdem sollten die SGler den Gang in den Breisgau diesmal selbstbewusst angehen. Wenn die Premiere gegen Plochingen auch letztendlich unnötig spannend ablief: Das erste Pflichtspiel dieser Runde zeigte auf, dass vor allem der Rückraum mit Mönch, Münch und Gerstner an Durchschlagskraft gewonnen hat. Wenn Neuzugang Mrvalejevic peu a peu auch noch in die Laufwege integriert ist, sollte der Rückraum der Pforzheimer, was die Paradereihen der Liga betrifft, ganz oben stehen. Was noch verbessert werden muss, ist freilich die Abwehr. Vor allem der Mittelblock muss in Kenzingen gegen Rückraumbomber wie Rasikevicius und Stepanovicius weniger Lücken offenbaren.