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Hai Khanh Nguyen konnte den Abstieg nicht verhindern. 

TTG Kleinsteinbach/Singen steigt in Tischtennis-Oberliga ab

Pforzheim. Während die "Erste" Kleinsteinbach/Singens nach einer nervenaufreibenden Relegation und famosem Kampf nun doch den schweren Gang von der Tischtennis-Regionalliga Südwest in die Oberliga Baden-Württemberg antreten muss, steht Pfinztals Reserve dicht vor dem Aufstieg in die Verbandsoberliga.

Relegation Regionalliga Südwest

1. Spiel: TTG Kleinsteinbach/Singen – VfR Birkmannsweiler 5:5
Nachdem die Hausherren durch starke Auftritte von Andersen/Vilardell und Nguyen/Schweizer einen Blitzstart hingelegt hatten, erwiesen sich Birkmannsweilers Abwehrstrategen Peng Gao sowie Josip Huzjak im Spitzenpaarkreuz für Martin Andersen und Albert Vilardell als unüberwindbar. Daraufhin zog Hai Khanh Nguyen trotz einer guten Vorstellung gegen Thorsten Schiek in vier Sätzen den Kürzeren, ehe Michael Schweizer im Duell gegen den erst 17-jährigen Martin Sejdijevic drei Matchbälle nicht nutzen konnte und das mögliche 3:3 liegenließ.

Anschließend war es einmal mehr Andersen, der seine Farben wieder wach rüttelte und mit einem 11:8-, 11:8- sowie 11:8-Erfolg über Gao im Spiel hielt. Zwar schlug Huzjak gegen Vilardell zurück, doch zeichnete Nguyen für das 4:5 verantwortlich. Für das alles in allem verdiente Remis sorgte letztlich Schweizer mit einem 11:9-, 11:7- und 11:5-Erfolg über Routinier Schiek.

2. Spiel: VfR Birkmannsweiler – TSG Kaiserslautern II 5:5
Die als Favorit angereisten Pfälzer lagen schnell mit 1:3 Hintertreffen. Dann sorgten Dirk Keller sowie Lasse Becker mit zwei deutlichen Siegen gegen Sejdijevic und Schiek für den Gleichstand. Als sich die mit viel Vorschusslorbeeren bedachten Sudhanshu Grover und Vladislav Rukletsov in der Folge erneut geschlagen geben mussten, drohte eine Lauterer Niederlage, welche in Sachen Einzug in die Regionalliga Südwest das Aus bedeutet hätte. Allerdings wussten Becker und Keller im hinteren Paarkreuz den "worst case" noch abzuwenden und retteten mit zwei weiteren Erfolgen ihrer TSG ein Remis und dadurch ein "Finale" gegen das gastgebende Team aus Kleinsteinbach/Singen.

3. Spiel: TSG Kaiserslautern II – TTG Kleinsteinbach/Singen 9:1
Obwohl die Mannen um Martin Andersen ihre ganze Kampfkraft in die Waagschale warfen, standen sie gegen die nun mit einem anderen Gesicht aufwartenden Pfälzer von Anfang an auf verlorenem Posten. Bereits in den Doppeln stellte der Tabellenzweite aus der Oberliga Südwest die Weichen. Als der Inder Grover und der Weißrusse Rukletsov anschließend auf 4:0 erhöhten, vermochte Pfinztals Assen nur noch ein Wunder zu helfen. Dieses blieb jedoch aus, so dass es einzig Vilardell vergönnt war noch ein wenig Ergebniskosmetik zu betreiben.

"Die TSG Kaiserslautern II war die stärkste Mannschaft und hat sich daher verdientermaßen durchgesetzt", gab Kleinsteinbach/Singens Kapitän Ilija Rajkovaca unumwunden zu, um anzufügen, dass die Veranstaltung Werbung für den Tischtennissport gewesen sei und sich seine Truppe trotz des nun feststehenden Abstiegs in die Oberliga ganz gut verkauft habe.

Verbandsliga

FV Wiesental – TTG Kleinsteinbach/Singen II 7:9
Wenngleich Pfinztals Equipe dank Siegen von Schweizer/Rajkovaca, Valentin/Mößner und Pham/Aragian ein Start nach Maß geglückt war, hieß es sechs Duelle später 5:4 für die Hausherren. Michael Schweizer glich gegen Jan-Hendrik Kühni jedoch zum 5:5 aus, bevor Kevin Valentin sowie Remy Pham zwei weitere Siege einfuhren und Wiesentals Truppe unter Druck setzten.

Doch auch diese zeigten sich nicht gewillt klein beizugeben, im Gegenteil: Gururaj Patil verkürzte auf 6:7, ehe Sascha Giehl den Vergleich zwischen den beiden um den Titel spielenden Teams abermals spannend machte. Im letzten Einzel des Tages rang Ilija Rajkovaca dann Alexander Herberger mit 3:2 nieder, bevor Valentin/Mößner das finale Doppel gegen Kühni/Ruby mit 10:12, 11:5, 7:11, 11:7 sowie 11:3 zu ihren Gunsten entschieden und das Tor zum Aufstieg in die Verbandsoberliga weit aufstießen.