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Der SG Pforzheim/Eutingen mit Jonathan Buck (beim Wurf) hatte die SG Leutershausen nicht viel entgegenzusetzen. Am Ende siegte die Heimmannschaft mit 35:23.  Foto: Ripberger/PZ-Archiv 

Tabellenführer ist nicht zu stoppen: Pforzheim. SG-Handballer holen Sieg gegen Leutershausen

Pforzheim. Dem Handball-Drittligisten SG Pforzheim/Eutingen ist die Qualifikation für den DHB-Pokal nicht mehr zu nehmen. Das steht nach dem 35:23 (17:10) gegen die SG Leutershausen fest. Mit nun 10:0 Punkten steht das Team von Trainer Alexander Lipps im Ligapokal Süd auch weiter an der Tabellenspitze.

Schon früh erwiesen sich die Pforzheimer als wendiger und dynamischer. Dennoch konnten die Gäste bis zum 9:9 mithalten. Schon bis zur Pause wurde es dann aber deutlich. Nach dem Seitenwechsel machte die Heimmannschaft engagiert weiter, so dass für die Gäste nichts mehr zu holen war. Deren Trainer Marc Nagel sprach am Ende von einer „deftigen Niederlage“. Sein Team habe derzeit nur 20 Minuten Drittliga-Niveau. „Man weiß nie, wie der Gegner im Saft steht“, sagte Lipps: „Bei uns läuft’s, wir stehen voll im Saft.“ Der Pforzheimer Trainer meinte sogar, das Ergebnis sei „ein bisschen surreal“. Auch wenn es gut läuft, bleibt Trainer Lipps auf dem Teppich. Die Pokalrunde ohne Verlustpunkt zu beenden, ist nicht was er erwartet: „Das wäre Bonus.“ In einer Woche hat sein Team auch im vorletzten Spiel Heimrecht. Dann kommt der TV Plochingen.

Hohe Effizienz

Leutershausen versuchte es mit zwei Kreisläufern, kam aber nie so richtig in Schwung. Die Mannschaft von Lipps spielt in der Abwehr in der Formation 3-2-1. Die offensive Variante führte gleich zu Beginn zu Ballgewinnen. Über die gesamte Spielzeit hinweg war die Effizienz beeindruckend. Konnten die Pforzheimer dem Gegner den Ball wegschnappen und schnell vor Leuterhausens Tor auftauchen, klingelte es im Prinzip immer. Auch die sechs Siebenmeter wurden alle genutzt. Das fand der Sportliche Leiter Wolfgang Lipps wichtig und erwähnenswert, da Tim Ganz dieses Mal verletzungsbedingt nicht dabei sein konnte.

Pascal Kirchenbauer wurde geschont. Ebenso waren im Vergleich zum Derby-Sieg gegen die TGS Nico Schöttle und Lukas Süsser nicht dabei. Auch im Tor gab es eine Veränderung: Bastian Rutschmann kam nur mal für einen Siebenmeter ins Spiel. Meistens stand Adam Studentkowski zwischen den Pfosten. Zum Schluss kam noch für acht, neun Minuten Benjamin Löckel ins Spiel, der nach einer doppelten Parade gleich die Faust ballte. Nur noch einen Treffer musste Löcken zulassen. So stand am Ende ein deutlicher Sieg zu Buche. „Ich finde, wir haben gute Entscheidungen getroffen – und die Abwehr ist gut gestanden“, hielt Tim Faeser aus dem Sieger-Team fest.

Im DHB-Pokal werden die Erstligisten erst in der zweiten Runde einsteigen. Ein namhafter Gegner könnte der SG eventuell dennoch zugelost werden. „Gummersbach wäre ganz gut vom Namen her“, sagte Lipps senior.