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Selektiver Anstieg: Am Tannenweg trennte sich die Spreu vom Weizen. 
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Im Schlusssprint setzte sich Marcel Fischer (vorne links) durch. Simon Nuber (rechts) und Achim Burkhart (am Hinterrad von Fischer) hatten das Nachsehen. 

Tannenweg als Scharfrichter beim Radrennen „Rund um Keltern“

Keltern. Es hatte etwas von den Frühjahrsklassikern in Belgien und Frankreich. Zwar fehlten die Kopfsteinpflasterpassagen, aber die Strecke beim Radrennen „Rund um Keltern“ erwies sich als mindestens genau so selektiv. Statt der Mauer von Geraardsbergen galt der Tannenweg in Niebelsbach, dort auch Start und Ziel waren, als Scharfrichter. Größere Gruppen waren weitgehend die Ausnahme und oftmals mussten die Fahrer alleine oder mit wenigen Weggefährten auskommen.

Den Sieg im mit ehemaligen Continental Team Profis besetzten Hauptrennen der Elite Amateure, schnappte sich Marcel Fischer vom Team Belle Stahlbau Wyhl im Schlusssprint. Nach 2:20,13 Stunden siegte er nur einen Wimpernschlag vor Simon Nuber (Möbel Ehrmann) und Achim Burkhart (RSV Edelweiß Oberhausen).

Fischer hatte das Rennen von Beginn an dominiert. Bereits nach dem Startschuss setzte er sich ab und fuhr zwei Runden alleine, ehe das Feld wieder herankam. Doch Fischer setzte sich nach Zusammenschluss des Feldes mit einer siebenköpfigen Gruppe erneut ab. Die Gruppe vergrößerte sich bis zur letzten Runde auf zwölf Fahrer. „In der Schlussrunde gab es etliche Attacken, ich habe mich auf den Zielsprint konzentriert“, erklärte der Sieger.

Gute Platzierungen

Lokalmatador Moritz Augenstein kam im Hauptrennen auf Rang 35. Allerdings zeigte sich der Bahnspezialist zufrieden. „Mein Fokus liegt auf der zweiten Saisonhälfte und ich habe das Rennen genutzt um Wettkampfkilometer zu sammeln“, so Augenstein.

Fast unbemerkt sicherte sich Julius Klein vom RSV Schwalbe Ellmendingen den Sieg im Amateurrennen. Klein nutzte eine der Gruppen des Elitefeldes und setzte sich im Sprint gegen Benjamin Pfrommer (TSV 63 Oberlegenhardt) durch. Bereits in den Vorwochen hatte Klein starke Platzierungen abgeliefert. „Ich habe im Winter viel trainiert und mir viel für das Heimrennen vorgenommen“, zeigte sich Klein nach dem Rennen erleichtert.

Weitere Erfolge

Weitere Siege für die Winzergemeinde verbuchten Davide Spadaccia und Leonie Boos in der Klasse U15. Raphael Kübler (6. Junioren), Jennifer Kuppel (5. Juniorinnen), Elias Ratz (9. U17), Maksym Baginskyi (10. U17), Lukretia Naldi (5. U15), Leah Augenstein (8. U15), Erik Fritz (5. U13), Marvin Witt (8. U13) und Noah Reuter (9. U11) sorgten für weitere Platzierungen.

„Die Strecke war anspruchsvoll und hatte einen selektiven Charakter“, freute sich RSV-Trainer Wolfgang Schendzielorz über die guten Ergebnisse.

Am Renntag hatten die Verantwortlichen des RSV Schwalbe Ellmendingen bei 520 Meldungen einiges zu tun. Rund 50 Helfer waren rund um die 5,7 Kilometer lange Rennstrecke im Einsatz. „Es ist schön, dass die „Schwalben“ trotz den Problemen mit der Winzerhalle solch eine tolle Veranstaltung austragen konnten“, lobte Kelterns Bürgermeister Steffen Bochinger. Im Zielbereich bei der Halle des TV Niebelsbach versorgte Moderator Michael Schulz die zahlreichen Zuschauer mit hintergründigen Informationen zum Rennverlauf.

Mehr Infos zum Radsport: www.rsv-ellmendingen.de