Einen glatten Dreisatzsieg feierte Kleinsteinbach/Singens Juan Perez. Foto: Hennrich
Sport
Tischtennis-Asse aus Kleinsteinbach/Singen besiegen Hohberg.
  • Kaj Beihofer

Pforzheim. Dank einer großartigen Mannschaftsleistung stürmten Kleinsteinbach/Singens Asse „die Festung“ TTSF Hohberg und untermauerten dadurch ihren Anspruch auf die Rückkehr in die Tischtennis-Oberliga Baden-Württemberg. Während Verbandsligist TTC Dietlingen mit dem zweiten Remis in Folge auf der Stelle tritt, stecken Mutschelbachs Mannen nach ihrer neuerlichen Pleite mitten im Abstiegskampf.

TTSF Hohberg – TTG Kleinsteinbach/Singen 7:9. Den Grundstein legten Pfinztals Protagonisten bereits in den Doppeln. Zeigten Boro/Perez dem Duo Neumaier/Becker erwartungsgemäß ihre Grenzen auf, so war mit dem 9:11-, 13:11-, 11:8- und 12:10-Sieg von Schwarz/Schweizer über Zeimys/Bußhardt nicht unbedingt zu rechnen. Zwar schlugen Schaufler/Degen sowie Kestutis Zeimys postwendend zurück, doch tat dies der Spielfreude der TTG-Equipe keinerlei Abbruch. Im Gegenteil: Birdie Boro gab Marcel Neumaier das Nachsehen, ehe Hai Khanh Nguyen Tom Schaufler zum Statisten degradierte und Michael Schweizer gegen Andreas Bußhardt noch einen draufsetzte und für Gästepunkt Nummer fünf verantwortlich zeichnete. Auch auf Kevin Valentins Viersatz-Niederlage gegen Raphael Becker hatte Kleinsteinbach/Singens Auswahl eine Antwort parat. Juan Perez zwang Jonas Degen in die Knie, bevor der starke Yannick Schwarz den Vorsprung gar auf 7:3 hochschraubte.

Wer dachte, dass sich die Hausherren nun hängenlassen würden, sah sich getäuscht, fuhren doch Hohbergs Zeimys, Bußhardt sowie Schaufler drei Erfolge in Serie ein. Für leichte Entspannung im TTG-Lager sorgte erst Youngster Perez, indem er seinen Kontrahenten Becker glatt in drei Sätzen entzauberte. Freilich nur für kurze Zeit, zog Valentin doch auch gegen Degen den Kürzeren. Im finalen Doppel gaben Boro/Perez dann Hohbergs Paradeformation Zeimys/Bußhardt manches Rätsel auf, behielten mit 11:7, 11:2, 6:11 sowie 12:10 die Oberhand und machten den Coup schließlich perfekt. „Jetzt wollen wir natürlich auch Herbstmeister werden“, zeigte sich Kleinsteinbach/Singens Kapitän Ilija Rajkovaca nach dem Triumph ungewöhnlich offensiv.

TTC Dietlingen – TTC 1946 Weinheim II 8:8. Obwohl die Gastgeber einen glänzenden Start erwischt hatten und durch Erfolge von Mujdrica/Marinovic, Rosenow/Weber, Denis Mujdrica, Zvonko Marinovic sowie Jonathan Rosenow mit 5:2 führten, blieb die junge Truppe von der Bergstraße unbeeindruckt. Und siehe da, Daniel Berbner und Lars Frey glückte der Anschluss. Zwar sorgte Mujdrica unmittelbar danach wieder für einen Zwei-Punkte-Vorsprung Dietlingens, doch drehte die Reserve des Drittbundesligisten nun mächtig auf und gewann ihrerseits die folgenden vier Duelle. Beim Stande von 6:8 erzwang Thomas Schüle mit einem 7:11-, 11:7-, 14:12- sowie 12:10-Erfolg über Berbner letzten Endes das Schlussdoppel, in welchem Mujdrica/Marinovic ihren Widersachern trotzten und die drohende Niederlage noch abwendeten. „Auch wenn mehr drin war, geht das Ergebnis wohl in Ordnung“, resümierte Dietlingens Kapitän Oliver Virk leicht zerknirscht.

TTG EK Oftersheim – TTC Mutschelbach 9:3. Ohne den erkrankten Markus Ruisch – für ihn sprang Luke Hofferer in die Bresche – geriet die schwierige Aufgabe bei der mit allen Wassern gewaschenen, erfahrenen Einheit um Stefan Berlinghof für den Neuling aus Karlsbad von vorne herein zu einer schier Unlösbaren. Nichtsdestotrotz sorgten Matuszewski/Hofferer sowie Apfel/Fussy in den Doppeln für eine Mutschelbacher 2:1-Führung. Anschließend wurden die Hausherren allerdings ihrer Favoritenrolle gerecht, so dass einzig Patryk Matuszewski noch in der Lage war, eine Begegnung zu seinen Gunsten zu entscheiden und dadurch für ein wenig Ergebniskosmetik zu sorgen.