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Konzentriert beim Aufschlag: Die TTG Kleinsteinbach/Singen mit Kevin Valentin will in der Badenliga gleich vorne dabei sein. PZ-Archiv, becker, Ripberger
Konzentriert beim Aufschlag: Die TTG Kleinsteinbach/Singen mit Kevin Valentin will in der Badenliga gleich vorne dabei sein. PZ-Archiv, becker, Ripberger
13.09.2018

Tischtennis: Kleinsteinbach/Singen will zurück in die Oberliga

Pforzheim. Wenn am Wochenende der Startschuss zur neuen Tischtennissaison ertönt, schickt der Bezirk Pforzheim 79 Mannschaften ins Punkterennen. Allein 75 davon nehmen bei den Herren den Wettstreit um Siege und Meisterschaften in Angriff.

Obwohl die TTG Kleinsteinbach/Singen nach ihrem einjährigen Intermezzo in der Oberliga Baden-Württemberg nun wieder in der Badenliga beheimatet ist, beherrscht sie die Szene hierzulande eindeutig.

Zur zweit- beziehungsweise drittstärksten Kraft ist neben dem quasi schon zum Inventar der Verbandsliga gehörenden TTC Dietlingen im April der TTC Mutschelbach aufgestiegen.

Badenliga

Nachdem sich in der vergangenen Saison nahezu sämtliche Unwägbarkeiten gegen das junge Team aus Kleinsteinbach/Singen verschworen hatten, richten Pfinztals Protagonisten ihren Blick jetzt wieder nach vorne. „Der Abstieg hat keinerlei Spuren hinterlassen“, versichert Kapitän Ilija Rajkovaca, um anzufügen, „dass wir sogar eher besser aufgestellt sind als zuletzt“, schließlich hielten alle Akteure ihrem Verein die Treue. Mit dem 16-jährigen, beim Bundesligisten ASV Grünwettersbach in der Trainingsgruppe mitwirkenden spanischen Nachwuchstalent Juan Perez glaubt man zudem einen richtig guten Fang gemacht zu haben. Angeführt wird das Sextett wie bereits vor Jahresfrist vom spielstarken Yannick Schwarz. Hai Khanh Nguyen, Michael Schweizer, Kevin Valentin sowie Patrick Mößner komplettieren den Stamm der TTG. In wie weit der erfahrene Dejan Dujakovic – beruflich nach wie vor im Ausland gebunden – oder der vom TV Mosbach an Land gezogene Vladimir Maric zu Einsätzen kommen werden, steht noch in den Sternen. „Priorität genießt zunächst einmal das Heranführen unserer Jungen wie Remy Pham und Kian Aragian an die erste Mannschaft“, stellt Rajkovaca unmissverständlich klar, „sie sollen den nächsten Schritt machen, so dass wir sie in der kommenden Saison einbauen und richtig integrieren können. Natürlich wollen wir auch eine gute Rolle spielen und vorne mit dabei sein“, so Rajkovaca weiter.

Als Topfavorit auf den Sprung in die Oberliga Baden-Württemberg sieht er die TTSF Hohberg, gefolgt vom SV Niklashausen, dem 1. TTC Ketsch sowie „hoffentlich die eigene Formation.“

Verbandsliga

In sein sechstes Verbandsligajahr in Serie geht der TTC Dietlingen. Brauchte es anfangs alles, um die Klasse zu halten, so schnupperte das Team um Spitzencrack Denis Mujdrica in den vergangenen beiden Spielzeiten am Aufstieg. Ob Kelterns Asse diesen Trend fortsetzen können, erscheint allerdings mehr als fraglich. „Zwar hatten wir keine Abgänge zu verzeichnen, doch ist die Liga um einiges stärker geworden“, nimmt TTC-Kapitän Oliver Virk kein Blatt vor den Mund. Außerdem sei zum jetzigen Zeitpunkt kaum einzuschätzen, wie oft man tatsächlich in Bestbesetzung an die Tische gehen könne. Eine Menge hänge also vom Start ab. Würde dieser glücken, sei vieles möglich, weiß Virk aus Erfahrung. Für einen Auftakt nach Maß sollen neben Mujdrica und Virk in erster Linie Zvonko Marinovic, Jonathan Rosenow, Andreas Bechtum und Andreas Weber sorgen. Gewehr bei Fuß stünde dann einmal mehr Thomas Schüle.

Absolutes Neuland in der Tischtennis-Verbandsliga betritt der dem Bezirk Pforzheim zuzuordnende TTC Mutschelbach. Trotz dieser Tatsache dürften die Probleme hinsichtlich des Personals wohl ähnlicher Natur sein wie die des Rivalen aus Dietlingen. „Daher zählt einzig und allein der Klassenerhalt“, gibt sich Mannschaftsführer Matthias Apfel keinen Illusionen hin.

Mithelfen sollen dabei Patryk Matuszewski, der in Gießen studierende Lukas Gille, Markus Ruisch, Enrico Fussy sowie Mirko Schmidt. Ist Not am Mann, wird man aller Voraussicht nach auf den erst zwölfjährigen, hoch veranlagten Luke Hofferer, ein Mutschelbacher Eigengewächs, zurückgreifen.