Pforzheim. Der Schock ist groß. Alexander Ziegler, der in den 90er Jahren als junger Tänzer erfolgreich für den Schwarz-Weiß-Club Pforzheim auf dem Parkett stand, ist im Alter von nur 41 Jahren überraschend und unerwartet gestorben. „Er war ein ganz besonderer Mensch“, sagt Schwarz-Weiß-Präsident Bernd Roßnagel, der Alexander Ziegler in jungen Jahren auch trainiert hat. „Alexander wusste schon mit 15, 16 Jahren genau, was er wollte. Und er ging seinen Weg, auch wenn er steinig war.“
Alexander Ziegler, der aus Niefern stammt, spezialisierte sich früh auf die lateinamerikanischen Tänze und war zunächst von 1990 bis 1995 mit Evi Bossert ein erfolgreiches Paar. Ab 1996 tanzte er mit der Moskauerin Daria Surneva, mit der er deutsche Vizemeister bei der Jugend und sogar Vizeweltmeister wurde. Danach wechselte er in die Hauptklasse, wo er auch bald schon das Semifinale bei deutschen Meisterschaften erreichte.
Ein Unfall in der Sportförderkompanie der Bundeswehr trug dann dazu bei, dass Alexander Ziegler seine Tanzkarriere Ende der 90er Jahre beendete und sich auf eine Ausbildung zum Musicaldarsteller in Hamburg konzentrierte. Später ging er auch an das renomierte Lee-Strasberg-Institut, eine Theaterschule in New York. Als die passenden Rollenangebote aber ausblieben, absolvierte der Nieferner in Berlin ein Masterstudium für Kulturwissenschaften und Germanistik.
Sein Tod kam für alle Menschen, die ihm nahestanden, überraschend. Die Beisetzung fand bereits im engsten Familienkreis in Niefern statt.
