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Eine längere Laufpause musste Sebastian Kienle wegen Problemen an der Achillessehne einlegen. So langsam kommt der Triathlet aber wieder in Tritt. Foto: dpa/Karmann
Eine längere Laufpause musste Sebastian Kienle wegen Problemen an der Achillessehne einlegen. So langsam kommt der Triathlet aber wieder in Tritt. Foto: dpa/Karmann
03.05.2019

Triathlon-Profi Sebastian Kienle schaltet wieder in den Wettkampfmodus

Mühlacker/St. George. Sechs Monate nach seiner verletzungsbedingten Rennaufgabe beim Ironman Hawaii steht für Sebastian Kienle am Samstag ein erster ernsthafter Test auf dem Rennkalender: die „IM 70.3 North American Championships“.

Bereits sechs Mal war Kienle bei der Mitteldistanz in St. George (Utah) am Start, den Sieg konnte sich der 34-Jährige allerdings noch nicht sichern. Zuletzt erkämpfte sich der Triathlon-Profi aus Mühlacker bei der traditionell stark besetzten Kontinentalmeisterschaft die Plätze zwei (2018 und 2016) und drei (2017). Drei Mal musste sich Kienle dabei dem Kanadier Lionel Sanders geschlagen geben, der in diesem Jahr verletzungsbedingt fehlen wird.

Rudy von Berg Topfavorit

Trotz Abwesenheit des Seriensiegers wird es für Kienle auch in diesem Jahr nicht einfach werden, sich den Titel zu holen. Als Topfavorit geht mit Rudy von Berg (USA) der amtierende Titelträger der „IM 70.3 European Championships“ sowie der „IM 70.3 South American Championships“ an den Start. Der aufstrebende Nachwuchsathlet aus den USA will sich den in seiner Erfolgshistorie noch fehlenden Sieg bei den „IM 70.3 North American Championships“ zu sichern.

Mit Bart Aernouts aus Belgien hat sich darüber hinaus der amtierende Vize-Weltmeister auf der Ironman Distanz angekündigt. Zu beachten sind zudem die beiden Amerikaner Ben Hoffman und Sam Long, mit denen Sebastian Kienle in den vergangenen Wochen gemeinsame Trainingseinheiten absolviert hat. Auch Joe Gambles (AUS), Eric Lagerstrom (USA) und Jeff Symonds (CAN) sind auf dem anspruchsvollen Kurs nicht zu unterschätzen.

Nach einem erfolgreichen Trainingslageraufenthalt in Tucson, schätzt Kienle seine Chancen auf eine Podiumsplatzierung als „realistisch“ ein. Ob die Form, so früh in der Saison, schon für einen Sieg reicht, wird sich zeigen. Speziell im Laufen hat Sebastian Kienle, nach seiner verletzungsbedingten Laufpause auf Grund von Problemen am Ansatz der Achillessehne, noch einen Trainingsrückstand aufzuholen. Erfreulich ist, dass der Genesungsprozess, trotz kontinuierlicher Steigerung von Laufumfang und Intensität, weiter voranschreitet.

Drei Trainingslager absolviert

Zur Vorbereitung auf das Rennen in St. George hat Sebastian Kienle bereits drei Trainingslageraufenthalte in den Beinen. Im Dezember verweilte das Mitglied des neugegründeten hep-Sportsteams in Las Playitas auf Fuerteventura, Anfang März ging es mit der Trainingsgruppe seines neuen Coachs Philipp Seipp nach Girona. Den letzten Schliff für das anstehende Rennen in St. George holte er sich, wie im Vorjahr, in Tucson (Arizona).

Das nächste größere Ziel für Kienle ist „The Championship“ im slowakischen Šamorín Anfang Juni. Dort kommt es unter anderem zu einem Wiedersehen mit Rudy von Berg. Zuvor steht mit der Teilnahme bei der hep-Challenge in Heilbronn am 19. Mai jedoch ein Rennen auf heimischem Boden auf dem Programm.