Freute sich über Platz eins der M85: Triathlet Manfred Klittich.
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Triathlon-Senior aus Pforzheim jubelt über Sieg bei Sprint-EM
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München. Eine Olympiateilnahme war und bleibt für die Amateure der Triathlon-Altersklassen außer Reichweite. Aber so ein bisschen konnten sie sich schon als Olympioniken fühlen, als sie vergangenen Sonntag in München zwischen Olympiaturm, Olympiasee und Olympiastadion radelten und rannten. Die Europameisterschaften über die Triathlon-Sprintdistanz wurde nämlich dieses Jahr im Rahmen der European Championships ausgetragen. 1150 Amateure von 16 bis 85 traten an.

Auch für den Pforzheimer Triathlon-Senior Manfred Klittich, der in seiner 22-jährigen Karriere schon gut 150 Mal bei lokalen und international Rennen startete, war das Event in München etwas Besonderes. "Ich war ziemlich aufgeregt und konnte in der Nacht davor kaum schlafen", bekannte der im Triathlon für den TV Bommersheim startende Pforzheimer. Bei aller Routine war der Start an historischer Stätte für den 85-Jährigen so etwas wie ein Höhepunkt seiner Karriere.

Anders als bei der Elite begann der Wettbewerb der Altersklässler wegen der Masse an Startern nicht im Olympiasee, sondern im Nordwesten von München gelegenen Karlsfelder See. Schon vor dem Start gab es für Klittich eine kleine Aufregung. Das Vorderrad des am Vorabend dort eingecheckten Rennrades war platt. Mit Unterstützung von Sportkameraden konnte der Schaden noch rechtzeitig behoben werden.

Das Rennen lief routinemäßig. Nach 750 Metern Schwimmen und 22 Kilometern Radfahren folgte der Fünf-Kilometer-Lauf. Der blaue Teppich, auf dem zuvor die Eliteathleten zum Ziel stürmten, bildete auch für den ältesten Athleten den Laufsteg zu Gold, das sich Klittich in seiner Klasse (M85) sicherte. "Bei diesem einmaligen Zielerlebnis vor einer solchen Zuschauerkulisse fühlt man sich tatsächlich so ein wenig wie ein Olympiasieger", sagte er.

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