nach oben
Wer steht im Mittelpunkt? Jan Frodeno (Mitte), der zuletzt 2016 Weltmeister wurde (Foto), fordert bei der EM 2018 Patrick Lange (rechts) heraus. Sebastian Kienle (links) könnte für einen Triathlon-Dreikampf in Frankfurt sorgen. Foto: Omori
Wer steht im Mittelpunkt? Jan Frodeno (Mitte), der zuletzt 2016 Weltmeister wurde (Foto), fordert bei der EM 2018 Patrick Lange (rechts) heraus. Sebastian Kienle (links) könnte für einen Triathlon-Dreikampf in Frankfurt sorgen. Foto: Omori
20.12.2017

Triathlon-EM: Sebastian Kienle erhält starke Konkurrenz in seinem Revier

Mühlacker/Frankfurt. Triathlon-Star Jan Frodeno und Weltmeister Patrick Lange sagen für Europameisterschaft 2018 in Frankfurt zu. Offen ist noch, ob auch der dreifache Titelträger Sebastian Kienle aus Mühlacker startet.

Am 8. Juli 2018 herrscht bei der Ironman-EM in Frankfurt Hawaii-Feeling: Nach der Zusage von Jan Frodeno wird es bei der Europameisterschaft an jenem Sonntag zum Kampf der Triathlon-Weltmeister kommen. Frodeno, Hawaii-Sieger von 2015 und 2016, will sich dann für die bittere Niederlage nach massiven Rückenbeschwerden im vergangenen Oktober revanchieren. In Frankfurt fordert der Kurzdistanz-Olympiasieger von 2008 den Hessen Patrick Lange heraus, der bei der jüngsten WM in Kona der bei der Kombination aus 3,8 Kilometer Schwimmen, 180,2 Kilometer Radfahren und 42,195 Kilometer Laufen die schnellsten Zeit der Hawaii-Geschichte erreichte. Der 31-jährige aus Bad Wildungen war bei seinem sensationellen Auftritt nach 8:01:40 Stunden im Ziel.

Im Sommer in Frankfurt war es für Lange nicht optimal gelaufen: Da wurde er nach einigen Qualen nur EM-Sechster. Frodeno war wie im Jahr zuvor nicht gestartet. 2015 hatte er in Frankfurt gewonnen.

Ansonsten ist Frankfurt das Revier von Sebastian Kienle: Der 33-jährige gebürtige Knittlinger und in Mühlacker lebende Top-Athlet siegte 2014, 2016 und 2017 auf dem Römer. Zweimal wurde er dort Zweiter. Noch weiß der Hawaii-Sieger von 2014 nicht, ob er auch 2018 in der Bankenmetropole dabei ist. Die Qualifikation für Hawaii hat der WM-Vierte dieses Jahres zumindest schon sicher, da er den Ironman im mexikanischen Cozumel für sich entschieden hat. Frodeno und Lange müssen ihre Tickets noch lösen.

„Ich habe in meiner Karriere nie die große Konkurrenz gescheut und würde natürlich sehr gerne meinen Europameister-Titel gegen Jan und Patrick verteidigen“, sagte Kienle. Die frühzeitige Qualifikation für Hawaii eröffne ihm aber neue Möglichkeiten. Ob er in der Vorbereitung für den Ironman Hawaii im Oktober 2018 neue Wege gehe, „werde ich in den nächsten Wochen entscheiden“.

Frodeno mit neuer Strategie

Kienles Kumpel Frodeno ändert seine Vorbereitungsstrategie, indem er sich schon vor Hawaii mit den Top-WM-Rivalen misst. In Frankfurt will er die Machtverhältnisse aus seiner Sicht wieder gerade rücken. Dort hält Frodeno den Streckenrekord. Aufgestellt hat er ihn 2015, als er bei einem brutalen Hitzerennen nach 7:49:48 Stunden ankam.

Kienle unterbot in diesem Jahr diese Zeit, doch war die Frankfurter Radstrecke wegen Baustellen um drei Kilometer kürzer.