Rutronik Racing beendet die Saison mit einem bitteren Ausfall. 2027 will das Team angreifen.
Portimão. Das Saisonfinale des GT World Challenge Europe powered by AWS Endurance Cup fand erstmals in Portimão statt. 61 GT3-Fahrzeuge gingen an den Start, darunter ein Lamborghini Temerario GT3 von Rutronik Racing. Durch die Teilnahme des viermaligen Formel-1-Weltmeisters Max Verstappen stand die Veranstaltung besonders im Fokus der Öffentlichkeit. Millionen Fans verfolgten das Rennen über die verschiedenen Übertragungsangebote.
Startfahrer Patric Niederhauser nahm das Rennen vom 17. Startplatz auf. In der Startrunde wurde der Schweizer Lamborghini-Werksfahrer von zwei Konkurrenten in die Zange genommen und erlitt zum wiederholten Mal in diesem Jahr einen unverschuldeten Reifenschaden in der ersten Runde. Trotz des Rückschlags fuhr Niederhauser anschließend schnelle Rundenzeiten auf der Berg- und Talbahn an der Algarveküste und zeigte, welches Potenzial im Fahrzeug steckt.
Die drei Lamborghini-Werksfahrer Niederhauser, Marco Mapelli und Luca Engstler arbeiteten sich dabei Platz um Platz nach vorne. Doch der Aufwärtstrend des Rutronik Racing-Trios endete in der letzten Rennstunde, als Mapelli aufgrund eines Elektronikproblems ausrollte und das Rennen aufgeben musste. Ein bitterer Ausfall im letzten Saisonrennen für Rutronik Racing, nachdem der Rennstall im Laufe der Saison 2026 große Fortschritte mit dem Lamborghini Temerario GT3 erzielt hatte.
Zwei Podestplätze
Am Ende einer Lehrsaison mit dem neuen GT3-Boliden aus dem Hause Lamborghini blickt die Mannschaft aus Remchingen auf zwei Podestplatzierungen im GT World Challenge Europe powered by AWS Sprint Cup zurück. Dank intensiver Entwicklungsarbeit rückte das Team immer näher an das Vorderfeld heran. Für die Saison 2027 in der weltweit größten GT-Serie hat Rutronik Racing bereits angekündigt, einen zweiten Lamborghini Temerario GT3 einzusetzen.
„Es ist schade, wie die Saison zu Ende gegangen ist“, sagte Rutronik-Racing-Teamchef Klaus Graf nach dem Rennen. „Unsere Performance hat sich im Laufe des Jahres deutlich verbessert, und wir sind wesentlich konkurrenzfähiger geworden, was sich auch an den Abständen zeigt. Wir sind auch hier in Portimão sehr gute Zeiten gefahren, und jetzt gilt es, darauf aufzubauen.“

