Gewaltbereite Waldhof-Mannheims sorgten im Brötzinger Tal 2006 für einen Polizeieinsatz und beinahe für einen Spielabbruch. Foto: Müller/PZ-Archiv
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Tumulte rund um Spiel im Brötzinger Tal nach über einem Jahrzehnt unvergessen
  • pz/rks

Pforzheim. Waldhof-Fans sind seit Langem berüchtigt. Noch zu Zeiten des 1. FC Pforzheim, haben sich Gäste aus Mannheim gewaltig danebenbenommen.

Im Oktober 2006 war die Lage bei den Sicherheitskräften von vorneherein angespannt. 100 Polizisten waren im Einsatz, dennoch brannten Gäste-Anhänger vor dem Oberligaspiel in der Stadt Feuerwerkskörper ab und zerschlugen Flaschen. Als die Randalierer einen Böller zündeten, wurde ein Kind verletzt. Nach der Partie hielten 150 Problemfans die Polizei in Atem, dabei griff ein Mannheimer einen Hundeführer an und ließ sich nur unter Widerstand festnehmen. Die Bilanz des Spieltags neben dem Platz: Drei Verletzte, drei Festnahmen.

Obendrein drohte ein Spielabbruch. Der Grund: Nachdem Yves Epanlo in der 76. Minute für das 2:0, den späteren Endstand, gesorgt hatte, stürmen knapp 50 gewaltbereite, überwiegend polizeibekannte Mannheimer Fans den Rasen. Schiedsrichter Markus Kugele aus Neuweiler unterbrach die Partie daraufhin sofort. Der damalige FCP-Trainer Stefan Sartori holt seine Spieler vom Platz, der Schiri schickt auch die Mannheimer in die Kabine. „Unter den gellenden Pfiffen der Pforzheimer Fans drängen Polizei und Ordner die Randalierer wieder in ihren Block“, war damals in der „Pforzheimer Zeitung“ zu lesen. Nach etwa fünf Minuten verließ dann auch die Polizei den Rasen, so konnte das Spiel weitergehen. Der Gästeblock war von nun an von der Polizei und Ordnern abgeriegelt. „So etwas gehört nicht zum Fußball“, sagte der damalige Waldhof-Trainer Steffen Menze, der in Pforzheim für den FCP und den VfR gespielt hatte.

Ruhig blieb es dagegen, als der FCP die Mannheimer 2014 aus dem BFV-Pokal warf. Auch der TSV Grunbach bekam im Pokal schon Besuch aus Mannheim. Unschöne Zwischenfälle habe es da nicht gegeben, sagte der damalige Grunbacher und heutige CfR-Funktionär Torsten Heinemann. Bei Regionalligaspielen des SVW beim FC Nöttingen blieben Zwischenfälle ebenfalls aus. Als Kreisligist verzichtete der FSV Buckenberg 2015 jedoch im Pokal aufs Heimrecht, da es zu kostspielig gewesen wäre, alle Sicherheitsauflagen zu erfüllen.