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Foto: Symbolbild © dpa
13.03.2018

Turbulenzen beim Landesliga-Topteam ATSV Mutschelbach

Mutschelbach. Beim ATSV Mutschelbach hat man das Gefühl, es kehrt irgendwie nie Ruhe ein. Die erste Mannschaft gehört schon seit Jahren zu den Topteams in der Landesliga Mittelbaden, sie hat es bislang aber noch nicht geschafft – trotz der imposanten Infrastruktur – in die Verbandsliga aufzusteigen. In dieser Saison unternimmt der ATSV einen neuen Anlauf. Und bis jetzt sieht es auch wieder ganz gut aus: Mutschelbach ist Tabellenführer mit zwölf Siege, zwei Remis und null Niederlagen.

Überraschend war deshalb vergangenen Woche die Meldung, dass sich der Verein und Trainer Stefan Ronecker in beiderseitigem Einvernehmen vorzeitig getrennt haben. Roneckers Vertrag lief noch bis zum Sommer, dann wird Dietmar Blicker übernehmen. Nach Vereinsangaben sah Ronceker sich allerdings nicht mehr in der Lage, die Mannschaft in gewohnter Art und Weise so zu führen und zu motivieren, um erfolgreich die Saison abzuschließen.
Eine Woche nach der Trennung steht nun die Interimslösung fest. Bis zum 30. Juni 2018 übernimmt Mirko Schneider als Chefcoach, sein Co-Trainer ist Sascha Rausch.

Mirko Schneider (42, Diplom-Verwaltungswirt), der früher beim 1. FC Pforzheim spielte, hat die DFB-A-Lizenz. Nach acht Jahren beim 1. FC Bruchsal (Aufstieg von der Kreisliga bis in die Oberliga Baden-Württemberg) und drei erfolgreichen Jahren beim FC Heidelsheim wird der Bruchsaler erstmals einen Verein im Fußballkreis Karlsruhe coachen. Der ehemalige Oberliga-Torhüter des FC Nöttingen und aktuelle Nachwuchstorwarttrainer der TSG 1899 Hoffenheim, Sascha Rausch (32), wird Schneider als Assistent unterstützen.
Der Verein erhofft sich nun, dass nach den turbulenten Tagen wieder ruhigeres Wasser den Bocksbach hinunter fließen wird – und am Ende endlich der langersehnte Aufstieg in die Verbandsliga gefeiert werden kann.