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Soll den 1. CfR Pforzheim in der kommenden Saison in eine neue Ära im neu renovierten Stadion Brötzinger Tal führen: Trainer Gökhan Gökce. Foto: Becker, PZ-Archiv

Vertrag verlängert: CfR Pforzheim baut weiter auf Gökhan Gökce

Pforzheim. In dieser Woche wurden Nägel mit Köpfen gemacht: Fußball-Oberligist 1. CfR Pforzheim wird auch in der kommenden Saison von Gökhan Gökce trainiert. Der Vertrag mit dem 35-Jährigen wurde ebenso um ein Jahr verlängert wie der seines spielenden Co-Trainers Fatih Ceylan (38).

„Wir schätzen die Arbeit von Gökhan Gökce und Fatih Ceylan sehr und haben daher beschlossen, mit ihnen auch in die neue Saison zu gehen“, sagt CfR-Sportvorstand Torsten Heinemann. Man wolle dem Trainerduo auch die Chancen geben, sich in der kommenden Saison im neuen Umfeld im renovierten Stadion Brötzinger Tal zu beweisen. Heinemann macht aber auch klar, dass Gökce und sein Team dann liefern müssen. Saisonziel wird sein, um den Aufstieg in die Regionalliga Südwest zu spielen.

Gökhan Gökce weiß das, sieht sich deshalb aber nicht zusätzlich unter Druck. „Druck ist doch immer da. Wir freuen uns sehr über das Vertrauen des Vereins. Es ist ein Zeichen, dass man zufrieden ist mit unserer Arbeit.“ Gökce hofft, dass beim CfR in der neuen Saison mit einem neuen Team in einem neuen Stadion auf einem guten Rasen erfolgreich Fußball gespielt werden kann. Ob es zum Aufstieg reicht? „Da muss alles passen. Unser Spiel wird sich auf einem anderen, ebenen Fußballplatz auf jeden Fall verändern. Wir werden variabler spielen und vielseitiger sein“, verspricht der Coach.

Überhaupt kein Thema bei der Vertragsverlängerung waren für den Verein und für Gökce die Ereignisse vom 6. Oktober 2018, als der CfR-Coach in der Pause des Oberligaspieles gegen den TSV Ilshofen mutmaßlich vom Spieler Kushtrim Lushtaku im Kabinengang angegriffen wurde. Der Fall liegt bei der Staatsanwaltschaft. Bis es zu einem möglichen Verfahren kommt, dauert es in der Regel ein halbes bis ein dreiviertel Jahr war die Auskunft, die Gökce seinerzeit erhalten hat. Also dauert es noch eine Weile. Und vorher werde es nach PZ-Informationen auch kein Verfahren vor dem Sportgericht geben.

Sportlich geht es für den CfR an diesem Wochenende auf dem Holperrasen im Stadion Holzhof weiter. Am Samstag ist dort um 14 Uhr Aufsteiger 1. FC Normannia Gmünd zu Gast. Der abstiegsgefährdete Verein hat 2019 vier Punkte geholt, einen mehr als der CfR (allerdings auch bei einem Spiel mehr). „Klar ist ein Sieg Pflicht, aber wir dürfen diesen Gegner nicht auf die leichte Schulter nehmen“, warnt Gökhan Gökce. Gmünd habe gerade beim jüngsten 0:1 gegen den aktuellen Spitzenreiter Stuttgarter Kickers gezeigt, dass die Mannschaft nicht zu unterschätzen ist.

Nach zwei Auswärtsniederlagen und einem Heimsieg im Jahre 2019 hat der CfR den Fahrstuhl nach ober vorerst verpasst. „Ich hoffe, dass wir gegen Gmünd unsere Heimstärke zeigen und Boden gutmachen können“, sagt Torsten Heinemann. Der Sportchef freut sich, dass Winter-Neuzugang Dominique Jourdan (27) als Innenverteidiger eingeschlagen hat. Auch Defensivspieler Fatih Özge, der im Sommer vom VfL Pfullingen kam, entpuppt sich mehr und mehr als wichtige Alternative im CfR-Kader.

Torsten Heinemann ist aktuell dabei, den Kader für die neue Saison zu planen. Es wird einige Veränderungen geben. Einige Verträge laufen aus, die eventuell nicht verlängert werden. „Und ich bin in Gesprächen mit einigen sehr interessanten Spielern für die neue Saison, die uns verstärken werden“, verspricht Heinemann.