Pforzheim/Stuttgart. Bei den 74. süddeutschen Meisterschaften im Schwimmen in Stuttgart haben sich die Athletinnen und Athleten der SSC Sparta Pforzheim in starker Form präsentiert. Insgesamt erreichten die neun SSC-Starterinnen und -Starter 21 Platzierungen unter den Top 3 ihrer Jahrgänge und sorgten damit für ein herausragendes Ergebnis auf süddeutscher Ebene.
An den Titelkämpfen nahmen mehr als 1100 Schwimmer aus Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Thüringen und Sachsen teil. Insgesamt sind in Süddeutschland rund 30.000 Wettkampfschwimmer aller Altersklassen aktiv, deutschlandweit sind es mehr als 80.000. Umso höher ist die Bedeutung der erreichten Qualifikationszeiten einzuschätzen. Sie orientieren sich altersangepasst an internationalen Spitzenleistungen sowie an den jeweiligen Weltrekorden. Teilweise schafften es nur wenige Athleten eines Jahrgangs, die geforderten Zeiten zu erfüllen. Umso bemerkenswerter sind die Erfolge der Pforzheimer.


Schwimm-Sport-Club Sparta Pforzheim räumt bei den Landesmeisterschaften kräftig ab
Trotz schwieriger Trainingsbedingungen in Pforzheim bringt der SSC Sparta seit Jahren leistungsstarke Schwimmer hervor. Die angespannte Bädersituation erschwert den Trainingsalltag erheblich. Regelmäßig werden Wasserzeiten nach Karlsruhe oder Mühlacker verlagert, kurzfristige Schließungen und technische Probleme erschweren zudem die Planung. Auch die Gewinnung von Trainern bleibt so eine Herausforderung.
Der Weg an die Spitze erfordert viel Disziplin. Bis zu 14 Stunden Wassertraining pro Woche stehen auf dem Programm, ergänzt durch rund drei Stunden Athletiktraining. In den Ferien oder an Feiertagen trainieren viele bis zu fünf Stunden. Insgesamt kommen so mindestens 40 Kilometer im Wasser zusammen.


Mit Bestzeiten zu Gold und Silber: SSG Pforzheim glänzt bei Meisterschaften der „Langen Strecken“
Bei den süddeutschen Meisterschaften erfolgte die Wertung für 2007 bis 2013 jahrgangsweise. Die Titel der Jahrgangsmeister wurden anhand der Vorläufe vergeben, die offenen Meistertitel und Jugendwertungen dann in den Finals entschieden.
Großer Erfolg für Mößner
Erfolgreichste SSC-Schwimmerin war Katharina Mößner (Jahrgang 2008). Die Abiturientin wurde süddeutsche Meisterin über 200 m Rücken in der offenen Klasse, schwamm im Finale zudem eine persönliche Bestzeit. Für Pforzheim war es der erste süddeutsche Titel der offenen Wertung seit über zwölf Jahren, seit dem Weggang von Silke Lippok. Zudem gewann Mößner die Jahrgangstitel über 100 und 200 m Rücken, holte Silber über 200 und 400 m Freistil sowie über 50 m Rücken. Bronze gab es über 100 m Freistil und 200 m Lagen. Insgesamt qualifizierte sie sich für drei offene Finals, verzichtete aber wegen der Vorbereitung auf die deutschen Jahrgangsmeisterschaften auf zwei Starts.


SSC Sparta Pforzheim erlebt wahre Medaillenflut
Erik Hausauer (2011) war ebenfalls in hervorragender Form und stellte bei jedem Start eine neue persönliche Bestzeit auf. Er gewann die Jahrgangswertungen über 200 m Brust und 200 m Lagen, wurde Zweiter über 200 m Rücken und 200 m Freistil. Im Jugendfinale über 200 m Lagen belegte er Platz zwei und verbesserte seine Vorlaufzeit nochmals klar.
Kasja Blazin (2012) hatte sechs Starts und erzielte drei persönliche Bestzeiten. Sie gewann die Jahrgangswertungen über 100 und 200 m Brust und wurde damit zweifache süddeutsche Jahrgangsmeisterin. Silber holte sie über 50 m Brust und Bronze über 100 m Schmetterling. Zudem qualifizierte sie sich über 100 m Brust und 100 m Schmetterling für die Jugendfinals, verzichtete aber zugunsten des bevorstehenden Trainingslagers zur Vorbereitung auf die Jahrgangs-DM in Berlin auf die Teilnahme.
Alexandros Antonopoulos (2009) wurde Jahrgangs-Zweiter über 50 m Schmetterling sowie 50 und 100 m Freistil. Im Finale über 100 Meter Freistil belegte er als Nachrücker den zweiten Platz. Auf den Finalstart über 50 m Freistil verzichtete er am Sonntagabend.


Pforzheimer Schwimmer überzeugen bei deutscher Meisterschaft in Berlin
Lily Reister (2010) hatte sich über fünf Strecken qualifiziert. Ihr bestes Ergebnis erreichte sie mit Rang fünf über 50 m Brust. Weitere gute Ergebnisse gelangen ihr als Neunte über 200 m Brust sowie Zehnte über 100 m Brust.
Eva Pessik (2008) bestätigte über 50 m Rücken ihre Meldezeit und belegte Platz neun.

