Muss derzeit einige schwerwiegende Ausfälle kompensieren: TGS-Trainer Tobias Müller. Foto: Hennrich, PZ-Archiv
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Vor Spiel gegen Haßloch: TGS Pforzheim plagen weiter Personalsorgen
  • Dieter Glauner

Pforzheim. Dass es für die TGS Pforzheim schwer ist, nach der Last-Minute-Niederlage gegen die HG Saarlouis und vor allem nach deren Zustandekommen zur Tagesordnung überzugehen, steht außer Frage. Bei allem Ärger über die nachweislich fehlerhafte und wohl spielentscheidende Disqualifikation von Raphael Blum gilt es beim Handball-Drittligisten aus der Goldstadt den Blick nach vorn zu richten.

Die nächste Aufgabe wartet schon am Samstag bei der TSG Haßloch (19.30 Uhr) und die wird sicher nicht einfacher, denn an der personellen Notlage wird sich auch am Samstag nichts ändern. „Wenn nicht ein Wunder geschieht, werde ich am Samstag wieder mit auflaufen müssen“, so (Spieler)-Trainer Tobias Müller.

Keine Neuverpflichtungen

Ein Wunder ist aber nicht in Sicht. Nach Florian Taafel und Lukas Gerdon wird jetzt auch noch Roy James infolge einer Lungenembolie in diesem Jahr nicht mehr auflaufen können. Das bedeutet, dass der 38-jährige Müller am Samstag wieder helfen muss, die Abwehr zusammen zu halten. Vielleicht assistiert auch Nikolai Gerstner, dessen Sportschuhe seit Juni eigentlich am Nagel hängen, wieder mit. Externe Verstärkungen sind nicht zu erwarten. Spieler, die der TGS weiterhelfen könnten, gibt der Markt derzeit nicht her. Ehemalige Akteure wie Patrick Zweigner oder Christopher Bregazzi sind beruflich zu stark eingespannt und auch schon zu lange weg.

Das Vertrauen in seine Spieler ist bei Müller aber auch in dieser Situation nicht geringer geworden. „Mit der kämpferischen Einstellung und der Willenskraft war ich einverstanden“, erklärt er mit Blick auf die Niederlage gegen Saarlouis. Was der TGS-Trainer kritisierte, war – und das nunmehr schon zum vierten Mal in dieser Saison – die Cleverness, die Fähigkeit in der Schlussphase Spiele für sich zu entscheiden. Aber auch Positives war am Samstag zu registrieren, dies gilt in erster Linie für die Wurf- und Durchschlagskraft von Raphael Blum, der wohl sein bisher bestes Spiel im TGS-Dress absolvierte.

Im Haßlocher Sportzentrum wartet auf die TGS ein Gastgeber, der nach einem 2:8-Fehlstart zuletzt zwei Siege meldet und nun alles daran setzen wird, mit Sieg Nummer drei das Punktekonto auszugleichen.