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In Deutschland unterliegen immer weniger Studiengänge einer Zulassungsbeschränkung. 

Prozentual immer weniger Studiengänge zulassungsbeschränkt - aber Baden-Württemberg mit vierthöchster Quote

Gütersloh. Wer in Baden-Württemberg studieren will, ist für sein Wunschfach stärker auf gute Abi-Noten oder gute Aufnahmetests angewiesen als in den meisten anderen Bundesländern. Einer Untersuchung des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) zufolge liegt der Anteil zulassungsbeschränkter Studiengänge im Südwesten bei 57,1 Prozent. Das ist im Vergleich der Bundesländer die vierthöchste Quote, heißt es in der am Mittwoch veröffentlichten Studie «Check Numerus Clausus 20/21». 

Betrachtet nach Städten mit mehr als 15.000 Studenten, hat im Südwesten Karlsruhe den höchsten Anteil an Studiengängen mit Numerus Clausus (NC) - also einer Zulassungsbeschränkung. Hier sei sowohl an den Unis als auch an den Fachhochschulen oder Hochschulen mehr als die Hälfte der Studiengänge mit einem NC belegt. Generell gibt es im Land Beschränkungen vor allem für Rechts-, Wirtschafts- oder Sozialwissenschaften.

Generell sind in ganz Deutschland zum Wintersemester 2020/21 aber prozentual erneut weniger Studiengänge zulassungsbeschränkt als noch im Vorjahr. Bundesweit braucht es für 40,6 Prozent (Vorjahr 40,7) der Studiengänge eine Mindestnote im Abitur. 

Quote variiert je nach Fach, Hochschultyp, Bundesland und Studienort

Je nach Fach, Hochschultyp, Bundesland und Studienort variiert die Quote der Studiengänge mit einem sogenannten Numerus Clausus (NC) aber stark: Am häufigsten sind Studiengänge in Berlin (66,1 Prozent), dem Saarland (65,4 Prozent) und in Hamburg (64,2 Prozent) zulassungsbeschränkt.

In Thüringen haben Studieninteressierte die geringsten Hürden. Hier findet lediglich bei jedem fünften Studiengang (19,4 Prozent) eine Auswahl per NC unter den Bewerbern statt. Bei den größeren Hochschulstädten haben Leipzig und Saarbrücken die höchste NC-Quote (beide 65 Prozent).

Den NC-Check der CHE gibt es seit 2014. Er soll angehenden Studenten bei der Orientierung helfen. Die Erhebung basiert den Angaben zufolge auf den Einträgen der bundesweiten Datenbank HRK Hochschulkompass (Stand Juni 2020).