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Die Zeit nutzen: Betriebe, die Kurzarbeit angemeldet haben, können ihren Beschäftigen hier eine Fortbildung anbieten. FOTO: MEDIAPHOTOS - STOCK.ADOBE.COM

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Weiterbildung in Kurzarbeit wird laut einer Studie leider viel zu selten genutzt

Karriere

Gut qualifiziertes Personal ist das A und O für die Unternehmen. Weiterbildung kann helfen, die Beschäftigten auf dem Laufenden zu halten.

Kurzarbeit wird einer Studie zufolge in Baden-Württemberg nur selten für Weiterbildung genutzt. Während knapp drei von zehn Betrieben im Südwesten im ersten Halbjahr 2021 Kurzarbeit anmeldeten, nutzten davon lediglich sieben Prozent diese Zeit, um ihre Beschäftigten fortzubilden, wie das Wirtschaftsministerium in Stuttgart mit Verweis auf eine Analyse des Instituts für Angewandte Wirtschaftsforschung (IAW) mitteilte. Als Gründe dafür wurde fehlender Bedarf oder das Fehlen geeigneter Angebote genannt, unsichere Geschäftserwartungen und auch ein zu geringer Umfang der Kurzarbeit. Im vergangenen Jahr wurden etwa 54 Millionen Euro in die berufliche Weiterbildung in Baden-Württemberg investiert, wie das Wirtschaftsministerium mitteilte. Der größte Anteil davon in die Förderung der beruflichen Aufstiegsfortbildung. Weitere wichtige Förderbereiche seien die Fachkursförderung, die Meisterprämie im Handwerk, überbetriebliche Berufsbildungsstätten, innovative Weiterbildungsprojekte sowie das Netzwerk und die Regionalbüros für berufliche Fortbildung gewesen.

Der IAW-Analyse im Auftrag des Ministeriums zufolge ist nach dem coronabedingten Einbruch 2020 die Weiterbildungsaktivität der Betriebe im vergangenen Jahr wieder gestiegen. Der Anteil weiterbildungsaktiver Firmen habe im ersten Halbjahr 2021 bei 35 Prozent gelegen. Dies bedeute einen leichten Anstieg um drei Prozentpunkte, nachdem die Zahl entsprechender Maßnahmen im Jahr 2020 infolge der Pandemie stark eingebrochen sei. dpa


Einfach anders!

Medizinische Fachangestellte oder Kraftfahrzeugmechatronikerin? Bei der Wahl der Ausbildungsberufe gibt es nach wie vor geschlechtsspezifische Unterschiede.

Frauen und Männer schlagen bei der dualen Berufsausbildung nach wie vor oft unterschiedliche Wege ein. Das zeigen Auswertungen des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) in Bonn.

Demnach stand bei Frauen der Beruf der Medizinischen Fachangestellten 2022 auf Platz eins: 16 656 Ausbildungsverträge schlossen sie dem BIBB zufolge in diesem Bereich neu ab. Bei den Männern waren es lediglich 747. Damit liegt der Anteil der neuen weiblichen Auszubildenden hier bei knapp 96 Prozent.

Bei Männern lag mit 20 295 neu unterzeichneten Verträgen hingegen die Ausbildung zum Kraftfahrzeugmechatroniker Eine Berufsausbildung, vorne. die beim weiblichen Nachwuchs mit 1284 unterzeichneten Verträgen nur auf Rang 32 kam.

An zweiter Stelle bei den Frauen steht stattdessen die Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement (16 116 Ausbildungsverträge), die zur Zahnmedizinischen Fachangestellten liegt auf Platz drei (13 011 abgeschlossene Ausbildungsverträge). Zum Vergleich: Bei den Männern sind das die Ausbildung zum Fachinformatiker (15 903 Ausbildungsverträge) und zum Elektroniker (14 256 Ausbildungsverträge). In beiden Ausbildungsberufen liegt der Anteil der neuen weiblichen Azubis gemessen an den abgeschlossenen Verträgen bei unter zehn Prozent (9,4 bzw. 2,8 Prozent). dpa