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Direkte Kontakte stoßen Tor zur Berufskarriere auf

FOTO: SEBRA - STOCK.ADOBE.COM

Direkte Kontakte stoßen Tor zur Berufskarriere auf

Einmal mehr geht die überaus erfolgreiche Remchinger Ausbildungsmesse in und bei der Kulturhalle über die Bühne. Noch einmal konnte die Zahl der Aussteller, sprich die ausbildenden Betriebe, gesteigert werden.

Karriere

Von der Pflege bis zu kaufmännischen Berufen, von der metallverarbeitenden Industrie bis zur Polizei, vom Oberflächenbeschichter bis zum Freiwilligen Sozialen Jahr: Die Bandbreite der Berufsbilder ist über die Jahre beeindruckend groß gewesen auf der Ausbildungsmesse, welche Jochen Enke und Linda Marschall von der Wirtschaftsförderung des Enzkreises mit der Carl-Dittler-Realschule am Donnerstag, 26. März ein weiteres Mal veranstalten. So wird Schulen und Ausbildungsbetrieben die Möglichkeit gegeben, sich gegenseitig zu beschnuppern und ins Gespräch und bestenfalls sogar miteinander „ins Geschäft“ zu kommen. 

„Schule trifft Zukunft“, so denn auch das Motto, unter dem die 77 Aussteller aus mehr als 30 Branchen sich präsentieren. Sehr zur Freude auch der Verantwortlichen des Landratsamtes, wo man in der Veranstaltung auch einen wichtigen Beitrag zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts sieht. 

Mit dem Enzkreis und der Carl-Dittler-Realschule habe sich dabei eine starke Partnerschaft erfolgreich bewährt, betont auch die Schulrektorin Ute Westphal, welche die Ausbildungsbörse auf Schulseite zusammen mit den Lehrerinnen Britta Baumgartner und Caren Beuchle federführend organisiert. 

950 Schüler
werden in diesem Jahr auf der Remchinger Ausbildungsmesse erwartet

Die Nachfrage nach Standplätzen sei in den vergangene Jahren stets größer gewesen als das Angebot, so betont Linda Marschall von der Wirtschaftsförderung des Enzkreises bereits bei der vormaligen Veranstaltung. 

Und auch dieses Jahr war die Nachfrage der Firmen nach einem Standplatz so groß, dass über die Kulturhalle hinaus im gegenüberliegenden LandBrauHaus an der Hauptstraße 111 sowie bei der Diakoniestation Remchingen am San-Biagio-Platini-Platz Räume angemietet wurden, um möglicht vielen Ausstellern eine Teilnahme zu ermöglichen. 

77 Aussteller
aus unterschiedlichsten Branchen sind in diesem Jahr bei der Ausbildungsmesse vertreten.
Geballte Kompetenz aus den unterschiedlichsten Berufsfeldern.
Geballte Kompetenz aus den unterschiedlichsten Berufsfeldern.

Bei der Zielgruppe ist das Interesse ebenso erfreulich groß: Zehn Schulen aus Pforzheim und dem Enzkreis mit insgesamt über 950 Schülern haben sich für den Besuch der Messe angemeldet. 

Neben der Carl-Dittler-Realschule waren beim letztmaligen Durchgang auch die Straubenhardter Wilhelm-Ganzhorn-Schule, die Singener Bergschule oder auch die Birkenfelder Ludwig-Uhlandschule sowie die Königsbacher Comenius-Schule unter den Besuchern gewesen. Die Schülergruppen wurden jeweils per Bus-Shuttle zur Remchinger Kulturhalle gebracht. PZ-Redakteur WALTER KINDLEIN

ARCHIVFOTO: MEYER
ARCHIVFOTO: MEYER

„Angebote wie diese anerkannte Messe sind wichtig: für Azubis und Fachkräfte, für den kleinen Betrieb genauso wie für das große Unternehmen. Denn ohne eine fundierte Ausbildung werden uns qualifizierte Fachkräfte künftig fehlen – und das geht zu Lasten unserer Zukunftschancen. Deshalb ist es gut, dass wir inzwischen ein regelrechtes regionales Netz an Job-Messen im Enzkreis haben: in Mühlacker, in Straubenhardt, in Neuhausen und eben hier in Remchingen. Ich sehe es als sehr gutes Zeichen, dass die Hallen mit Ausstellern voll besetzt sind – obwohl sich die Lage gedreht hat und es wieder mehr Bewerberinnen und Bewerber gibt als Ausbildungsstellen.“

Bastian Rosenau
Landrat des Enzkreises


Die Remchinger Ausbildungsmesse hat sich während der vielen Jahre ihres Bestehens zu einem Erfolgsmodell erster Güte entwickelt. Über das Besondere dieser Veranstaltung sprach PZ-Redakteur Walter Kindlein mit der Rektorin der Carl-Dittler-Realschule, Ute Westphal, und der neben Britta Baumgartner mit der Durchführung betrauten Lehrerin Caren Beuchle. Gemeinsam mit dem Enzkreis organisiert die Schule diese Ausbildungsmesse.

Welche Bedeutung hat für Ihre Schule die Ausbildungsmesse?

Mit über 70 Ausstellern hat diese Veranstaltung eine unglaubliche Reichweite. Die Fülle der hier vorgestellten Berufe ist wirklich beeindruckend. Die Ausbildungsmesse ist fester Bestandteil unserer Bemühungen, die Schüler in eine Ausbildung zu bringen. Das fängt im Vorfeld dieser Veranstaltung mit einer Beruforientierungwoche samt Handwerkertag für die Schüler an und geht am 2. Juli mit einem Speed-Dating mit Schülern und Betrieben weiter. 

Wie hat sich das Interesse bei den Ausbildungsbetrieben entwickelt?

Das ist nach wie vor sehr groß. Zu Beginn war das in der Tat eine eher hausgemachte, unspektakuläre Geschichte. Als dann noch der Enzkreis einstieg, ist daraus eine richtig große, wirklich erfolgreiche Sache geworden. Aussteller präsentieren sich neben der Kulturhalle im LandBrauHaus, zusätzlich haben wir noch Räume von der Diakonie dazugenommen, um möglichst viele Betriebe dabei haben zu können. 

Die Konjunktur läuft nicht mehr so richtig rund. Hat sich dieser Umstand im Vorfeld der Ausbildungsmesse irgendwie bemerkbar gemacht?

Eigentlich nicht. Die Betriebe sind an der Teilnahme an unserer Ausbildungsmesse nach wie vor sehr interessiert. Man braucht eben nach wie vor den Nachwuchs. Vielleicht einige Auszubildende weniger. In den Unternehmen freut man sich jedenfalls über jeden guten Auszubildenden. Und bei so einer Veranstaltung werden durch die Erstkontakte eben Hemmschwellen abgebaut, wovon alle Seiten profitieren. 

Besser geht immer. Hat sich die Messe über die Jahre geändert?

Wir sind immer im Austausch mit unseren Partnern vom Enzkreis. So kam auch die Idee mit dem Handwerkertag während der Orientierungswoche im Vorfeld der Messe zustande. Obendrein gibt‘s das Konzept der Kooperationsbetriebe, mit denen man dann bevorzugt zusammenarbeitet. 

Haben Sie einen Überblick, wie viele Schüler durch die Ausbildungsmesse genau eine Lehrstelle bekamen?

So genau kann man das nicht sagen. Jedenfalls machen in etwa ein gutes Drittel der Schulabgänger eine Ausbildung. Andere absolvieren hingegen ein Freiwilliges Soziales Jahr. Wieder andere geben weiterführenden Schulen den Vorzug. 

Wie läuft die Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen des Enzkreises?

Es ist in der Tat eine hervorragende Kooperation. Wir haben immer wieder Treffen, gerade vor und nach der Veranstaltung, um darüber zu sprechen, was wir anders oder vielleicht besser machen können. Mit der Kooperation läuft alles hochprofessionell. Das ist ein Gewinn für alle Seiten.