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Bau trotzt dem Trend

Karriere
Gefragter Beruf: Zimmerer ist einer der drei beliebtesten Lehrberufe. FOTO: NICOLAS ARMER/DPA
Gefragter Beruf: Zimmerer ist einer der drei beliebtesten Lehrberufe. FOTO: NICOLAS ARMER/DPA

In Deutschland haben im vergangenen Jahr weniger junge Menschen eine duale Ausbildung begonnen. 461.800 neue Verträge bedeuteten einen Rückgang um 2,8 Prozent im Vergleich zum Jahr davor, wie das Statistische Bundesamt im April mitteilte. Auch 2024 war die Zahl der neuen Auszubildenden gesunken, nachdem in den Jahren 2021 bis 2023 noch leichte Zuwächse nach der Corona-Flaute zu verzeichnen waren. 

Mit dem Rückgang der Ausbildungsanfänger über zwei Jahre in Folge ist auch die Gesamtzahl der Auszubildenden gesunken: um 0,8 Prozent auf 1.207.900 Personen. Größter Bereich bleibt Industrie und Handel mit etwa 677.100 Auszubildenden vor dem Handwerk (342.700) und den freien Berufen (113.100). Junge Männer sind mit einem Anteil von 64 Prozent deutlich stärker in den Ausbildungsberufen vertreten als junge Frauen. Besonders hoch ist der männliche Anteil bei Berufsanfängern im Handwerk mit 81 Prozent und in der Landwirtschaft mit 74 Prozent. 

Junge Frauen sind eher in den freien Berufen wie medizinische Fachangestellte oder Rechtsanwaltsfachangestellte (89 Prozent) oder im Öffentlichen Dienst (63 Prozent) zu finden. Positiv fällt im Rahmen des zu Anfang des Monats im Bundeskabinett vorgestellten jährlichen Berufsbildungsbericht auf, dass der Bau dem allgemeinen Trend der sinkenden Zahl an Ausbildungsverträgen trotzt: Denn laut den Sozialkassen der Bauwirtschaft (SOKA BAU) haben 13.977 junge Menschen 2025 ihre Ausbildung im Bauhauptgewerbe begonnen im 1. Lehrjahr, ein Plus von 13,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt absolvieren 40.043 Auszubildende eine Ausbildung am Bau, 5,3 Prozent mehr als 2024. Die drei beliebtesten Ausbildungsberufe sind Zimmerer, Tiefbaufacharbeiter und Maurer. Das ausbildungsstärkste Bundesland ist Nordrhein-Westfalen, gefolgt von Bayern und Baden-Württemberg. dpa

In die Offensive gehen - es lohnt sich

Auf der Ausbildungsmesse „Beruf aktuell“ sollten die Besucher die Gelegenheit beim Schopfe packen, um mit den Vertretern der Ausbildungsbetriebe ins Gespräch zu kommen. Etwa durch eine gute Vorbereitung: Mit der Frage, worüber man sich eigentlich genau informieren möchte, erhöht sich der Benefit eines solchen Besuches beträchtlich. Etwas Mut und selbstbewusstes Auftreten kann da übrigens auch nichts schaden...