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Bienen und Co. den Start versüßen

FOTO: BE FREE - STOCK.ADOBE.COM

Bienen und Co. den Start versüßen

Mit den richtigen Frühblühern wird der Garten zum Insektenparadies - und das schon im März. Welche Pflanzen wirklich helfen und warum Forsythien für Bienen nutzlos sind.

Freizeit

Frühblüher sorgen bereits zum Frühlingsanfang für erste Farbtupfer im Garten und auf dem Balkon. Doch sie sind weit mehr als nur hübsche Frühlingsboten: Schon jetzt sind die ersten Hummelköniginnen und Zitronenfalter unterwegs – und auf Nahrungssuche. Diese Insekten sind auf frühe Blüten angewiesen. Neben krautigen Pflanzen spielen auch Gehölze dabei eine wichtige Rolle. 

Der Naturschutzbund Nabu rät deshalb, Frühblüher nicht allein nach ihrem Aussehen auszuwählen, sondern vor allem danach, welchen Nutzen sie für Insekten haben. Beispiele für insektenfreundliche Frühblüher:

Krautige Pflanzen:
Frühlings-Krokusse, Winterlinge, Schneeglöckchen

Gehölze:
Hasel, Kornelkirsche, Seidelbast, Weidenkätzchen

Nicht alles, was früh im Jahr blüht, ist wertvoll für Insekten. Die Forsythie etwa steht in vielen Gärten und blüht schon ab März in ihrem fröhlichen Gelb. „Allerdings haben die Blüten keinen Pollen oder Nektar, damit sind sie für Insekten nutzlos“, so Silvia Teich vom Nabu. Eine Alternative ist die Kornelkirsche, die ebenfalls schön gelb blüht und Insekten reichlich Nahrung bietet. 

Primeln als Insektenmagnet

Frühlingsprimeln überzeugen mit einer großen Farbpalette: Wer sich jetzt diese Blumen für Garten oder Balkon holt, kann beim Kauf auch an Bienen und andere Insekten denken. 

Der Nabu empfiehlt dafür, zu einheimischen Arten wie „Primula veris“, „Primula elatior“ und „Primula vulgaris“ zu greifen. Sie sind robust und liefern reichlich Nektar und Pollen. Bei Labels wie „insektenfreundlich“ oder „bienenfreundlich“ sollte man übrigens aufpassen. „Darauf kann man sich leider nicht immer verlassen“, so Silvia Teich. Am besten informiert man sich vor dem Besuch im Baumarkt oder Gartencenter gut, welche Pflanzen Insekten wirklich helfen. 

Robust gegen Kälte und wechselhaftes Wetter

Frühblüher sind zu dieser Jahreszeit wechselhaften Temperaturen und Wetterbedingungen sowie späten Frösten ausgesetzt. Regional gewachsene Pflanzen sind nach Angaben des Grünen Medienhauses an das heimische Klima angepasst und robuster. 

Bei der Auswahl empfiehlt es sich, auf kräftige, kompakte Pflanzen mit gesundem Blattwerk zu achten. Sie gelten als besonders widerstandsfähig. Ist der Ballen zudem gut durchwurzelt, wachsen sie schneller an und entwickeln sich gleichmäßig. dpa/tmn

Ciao, Winterblues!

Wie wir im Frühling gezielt Momente der Lebensfreude in den Alltag bringen können

Die ersten warmen Tage, Sonnenstrahlen, Vogelgezwitscher – hilft der Frühling dabei, den Winterblues abzuschütteln? „Ja, aber weniger magisch, als wir vielleicht hoffen“, sagt Christian Thiele, Autor, Speaker und Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Positive Psychologie (DGPP). Tatsächlich reagiert unser Gehirn auf mehr Sonnenlicht: Es produziert vermehrt Serotonin – einen Neurotransmitter, der Stimmung, Wohlbefinden und Antrieb beeinflusst. „Der Effekt entfaltet sich vor allem dann, wenn wir wirklich nach draußen gehen.“ Drei Ideen dazu, mit dem Frühling neue Lebensfreude zu gewinnen: 

1. Natur als Stresspuffer
Thiele empfiehlt Bewegung in der Natur. Der Experte verweist etwa auf eine Studie der University of Michigan: Der Cortisolspiegel – ein wichtiges Stresshormon – sank messbar, wenn Probandinnen und Probanden 20 bis 30 Minuten in einer naturnahen Umgebung verbrachten. Wer das zur Routine macht, nutzt ein kostenloses Stressregulationstool. 

2. Anderen etwas Gutes tun
Wir sind soziale Wesen. Spontane, freundliche Taten – etwa jemandem einen Kaffee mitbringen, ehrlich Danke sagen oder bewusst eine Aufgabe abnehmen – steigern unser Wohlbefinden. „Wir tun nicht nur anderen etwas Gutes, sondern auch uns selbst.“ Wichtig ist die innere Haltung: Die Geste sollte ehrlich sein – nicht nur ein abgehakter Selbstoptimierungspunkt. 

3. Abwechslung wagen
Das muss kein großer Neuanfang sein. Schon kleine Veränderungen können positive Effekte auf Wohlbefinden und Glück haben. Thiele schlägt etwa vor, einen neuen Weg zur Arbeit auszuprobieren, mittags einen anderen Park zu besuchen, ein neues Restaurant zu testen oder ein Projekt mit einer Kollegin zu starten, mit der man bislang noch nicht zusammengearbeitet hat. dpa