Während andere am Wochenende den Rasenmäher aus dem Schuppen zerren, dreht er längst gemütlich seine Runden: Der Mähroboter verspricht einen gepflegten Rasen fast ohne eigenes Zutun. Doch nicht für jeden Garten ist der elektronische Helfer automatisch die beste Wahl. Wann also lohnt sich die Anschaffung?
Besonders interessant wird ein Mähroboter für alle, die eine größere Rasenfläche besitzen und regelmäßig mähen müssen. Denn genau hier spielt er seinen größten Trumpf aus: Er spart Zeit. Statt einmal pro Woche selbst hinter dem Mäher herzulaufen, lässt man den Roboter regelmäßig arbeiten. Das Gras wird dabei nur um wenige Millimeter gekürzt. Der feine Schnitt bleibt auf der Fläche liegen, verrottet und dient dem Rasen als natürlicher Dünger. Das kann für ein gleichmäßiges, dichtes Grün sorgen.
Ideal sind relativ ebene und zusammenhängende Grundstücke. Moderne Geräte kommen zwar auch mit Steigungen, schmaleren Passagen und mehreren Rasenbereichen zurecht, doch je verwinkelter der Garten, desto genauer sollte man vor dem Kauf prüfen, welches Modell geeignet ist. Bäume und Beete sind meist kein großes Problem, komplizierte Kanten, Stufen oder viele voneinander getrennte Flächen dagegen schon eher.

Marlon Schuler, Geschäftsführer von Eisen Jourdan
Auch die Technik hat sich kräftig weiterentwickelt. Neben Modellen mit Begrenzungskabel gibt es inzwischen Geräte, die sich per Satellitennavigation, Kamera oder anderen Sensoren orientieren. Das kann die Installation erleichtern, hat allerdings seinen Preis. Wer nur 50 Quadratmeter Rasen hinter dem Reihenhaus besitzt, dürfte mit einem klassischen Mäher häufig schneller und günstiger unterwegs sein.
Sinn macht die Anschaffung deshalb vor allem bei größeren Flächen, wenig Lust auf regelmäßiges Mähen und dem Wunsch nach dauerhaft kurz gehaltenem Rasen. Allerdings bedeutet Roboter nicht: Füße hoch und nie wieder kümmern. Messer müssen kontrolliert oder gewechselt, das Gerät gereinigt und Rasenkanten gelegentlich von Hand nachgearbeitet werden.
Und noch etwas gehört zur Planung: Zum Schutz von Igeln und anderen kleinen Gartentieren sollte der Roboter tagsüber und unter Aufsicht beziehungsweise zu tierfreundlichen Zeiten fahren. WALTER KINDLEIN
