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Die Orientierung behalten

Wenn die Trauer übermächtig wird.... FOTO: JORDI P D/PEOPLEIMAGES.COM - STOCK.ADOBE.COM

Die Orientierung behalten

Wenn ein Mensch stirbt: Sieben Dinge, die Angehörige jetzt beachten sollten

Trauer

Der Moment, in dem ein Angehöriger stirbt, verändert alles. Eben noch war da ein Gespräch, ein Blick, ein vertrauter Mensch – plötzlich folgt Stille.

Doch während Trauer, Schock und Überforderung die Gedanken bestimmen, müssen Hinterbliebene oft innerhalb weniger Stunden wichtige Entscheidungen treffen. Viele fühlen sich in dieser Situation hilflos. Was muss zuerst erledigt werden? Welche Fristen gelten? Und worauf sollte man achten, damit später keine zusätzlichen Probleme entstehen? Da heißt es, in den ersten Tagen einen Überblick zu gewinnen. 

1 Ruhe bewahren und einen Arzt verständigen

Tritt der Tod zu Hause ein, muss zunächst ein Arzt gerufen werden. Er stellt den Totenschein aus – ohne dieses Dokument kann kein Bestatter tätig werden. Stirbt jemand im Krankenhaus oder Pflegeheim, übernimmt die Einrichtung diesen Schritt meist automatisch. Wichtig: Angehörige sollten sich Zeit nehmen und nicht sofort unter Druck Entscheidungen treffen. 

2 Einen Bestatter sorgfältig auswählen

Viele Menschen kontaktieren im ersten Schock den erstbesten Bestatter. Doch Preise und Leistungen unterscheiden sich erheblich. Ein Vergleich lohnt sich. Gute Bestatter erklären transparent, welche Kosten entstehen und welche Aufgaben sie übernehmen. Angehörige dürfen Angebote einholen – auch dann, wenn der Verstorbene bereits abgeholt wurde. 

3 Wichtige Dokumente zusammensuchen

Für die Sterbeurkunde werden mehrere Unterlagen benötigt: Personalausweis, Geburtsurkunde, bei Verheirateten zusätzlich die Heiratsurkunde. Fehlen Dokumente, kann sich vieles verzögern. Auch Versicherungen, Rentenunterlagen, Testament oder Vorsorgevollmachten sollten möglichst früh gefunden werden. 

4 Konten, Verträge und digitale

Zugänge prüfen Viele denken zunächst nur an Beerdigung und Trauerfeier. Doch nach einem Todesfall laufen Verträge weiter: Miete, Strom, Streamingdienste oder Mobilfunkverträge. Auch digitale Konten geraten oft in Vergessenheit. Angehörige sollten möglichst früh prüfen, welche Verpflichtungen bestehen – und welche Zugänge gesichert werden müssen. 

5 Fristen bei Banken und Versicherungen beachten

Lebensversicherungen oder Sterbegeldversicherungen verlangen häufig eine schnelle Meldung des Todesfalls. Auch Banken benötigen die Sterbeurkunde, bevor Konten freigegeben werden. Wer zu lange wartet, riskiert unnötige Verzögerungen oder finanzielle Probleme. 

6 Das Erbe nicht vorschnell annehmen

Viele wissen nicht: Schon wer die Wohnung ausräumt oder Rechnungen bezahlt, kann rechtlich als Erbe gelten. Deshalb sollte zunächst geklärt werden, ob Schulden vorhanden sind. Ein Erbe kann innerhalb von sechs Wochen ausgeschlagen werden. Gerade bei unübersichtlichen Finanzen ist juristischer Rat sinnvoll. 

7 Sich Hilfe holen - und Trauer zulassen

Nach außen funktioniert vieles zunächst automatisch. Doch Trauer kommt oft erst später. Angehörige sollten sich nicht scheuen, Unterstützung anzunehmen – von Freunden, Familie oder professionellen Beratungsstellen. Niemand muss diese Situation allein bewältigen. Der Tod eines nahestehenden Menschen bleibt ein Ausnahmezustand. Umso wichtiger ist es, Schritt für Schritt vorzugehen. Nicht alles muss sofort entschieden werden. Aber wer die wichtigsten Punkte kennt, kann Fehler vermeiden – und gewinnt etwas, das in schweren Stunden besonders wertvoll ist: Orientierung. tmn/kin


FOTO: SEBASTIAN KOPP BESTATTUNGEN
FOTO: SEBASTIAN KOPP BESTATTUNGEN

„Wir als Bestattungsunternehmen unterstützen die Angehörigen in sämtlichen Angelegenheiten, die beim Thema einer Bestattung anfallen.

Eine große Hilfe für Angehörige ist vor allem die Erledigung sämtlicher Formalitäten bei Ämtern, da dies in einer aktuellen Trauersituation für das Umfeld besonders belastend ist. Grundsätzlich stehen wir als Ansprechpartner in der gesamten Zeit für die Trauerfamilie rund um die Uhr zur Verfügung, damit Fragen beantwortet und Problemstellungen schnell gelöst werden können. 

Wir sind ein verlässlicher Partner in einer schwierigen Lebenssituation.“

Benjamin Glaser-Kopp
Sebastian Kopp, Bestattungen