Wer über einen Heizungstausch nachdenkt, sollte sich Angebote für eine Wärmepumpe immer ganz genau anschauen. Sind da Leistungen als „bauseits“ ausgewiesen? Dann Vorsicht. Diese Formulierung kann etwa in Bezug auf Fundamentarbeiten oder Elektroinstallationen auftauchen – und dann kann es richtig teurer werden.
Denn: „Das bedeutet, dass diese Kosten nicht im Angebot des Anbieters enthalten sind“, erklärt die Energieberatung der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg.
Die Ausgaben können also dann noch zusätzlich auf einen zukommen.
Nicht selten liegen diese im fünfstelligen Bereich, so die Verbraucherschützer. Und zum Teil müssen Eigentümer diese Arbeiten dann vorab selbst organisieren.
Gesamtkosten variieren stark
Wer mehrere Angebote anfordert, stellt schnell fest: die Preise variieren stark. So lagen die Gesamtkosten bei den geprüften Angebote den Verbraucherschützern in Baden-Württemberg zufolge oft weit auseinander - zwischen 29.000 Euro und 62.000 Euro.
Ein Grund dafür: die stark voneinander abweichenden Leistungen. Daher sollten Verbraucher immer mehrere Angebote anfordern und die Leistungsbeschreibung darin detailliert miteinander vergleichen.
Dank Wärmepumpe langfristig sparen?
Wärmepumpen können eine Alternative zu Gas- oder Ölheizungen sein. Der Einbau sollte aber genau geplant werden. Zumal die Anschaffungskosten trotz Förderungen weiterhin hoch sind, so die Verbraucherschützer. Dennoch kann sich der Tausch lohnen. Insbesondere, wenn man vorher eine Gasheizung hatte. Da die Erdgaskosten in den vergangenen Jahren stark gestiegen sind.
In einem durchschnittlichen Altbau kostet der Betrieb der Gasheizung etwa 700 bis 1000 Euro mehr im Jahr als der Betrieb einer modernen Wärmepumpenheizung. Das zeigt eine aktuelle Untersuchung der Stiftung Warentest (10/2025).
Insgesamt konnten die fünf Luft-Wasser-Wärmepumpen im Test die Einfamilienhäuser ausreichend heizen, darunter war auch ein Altbau. Die Untersuchung zeigt aber auch: Die Pumpen heizen umso effizienter, je besser das Haus gedämmt ist - und können dann eine umso größere Wohnfläche erwärmen.
193 000 Wärmepumpen
wurden laut Bundesverband Wärmepumpe e.V. 2024 durch die Hersteller verkauft. Der Absatz ist damit um 46 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen. Gründe dafür seien laut Bundesverband Wärmepumpe vor allem Unsicherheiten rund um die kommunale Wärmeplanung sowie die verbesserungswürdige Bekanntheit der Heizungsförderung. Gleichzeitig steige die Nachfrage und auch das Interesse an der Förderung, die mit über 151000 Zusagen deutlich angezogen hat:
