Viele dürften das Wiener Geflecht vor allem vom Kaffeehausstuhl von Michael Thonet kennen – oder von den ikonischen Freischwingern von Marcel Breuer aus den 1920er Jahren. Doch der luftige Flechtwerk-Klassiker des Möbeldesigns ziert längst nicht nur Stuhllehnen und Sitzflächen. Neuerdings liegt er sogar bei Küchenmöbeln im Trend, stellt zumindest der Verband der Deutschen Möbelindustrie fest. In einer aktuellen Mitteilung zu den Küchenmöbeltrends des Jahres 2026 verweist der Verband etwa auf Küchenmöbel, deren Holzfurnierfront in traditioneller Wiener-Geflecht-Optik gehalten ist. Im Designbeispiel, das der Verband mitliefert, wird das Ganze dann minimalistisch und eher schlicht präsentiert: Zu schwarzen Arbeitsflächen, Armaturen und Regalflächen gibt es die Geflecht-Front in hellen Naturtönen.
Dem Verband zufolge sind den neuen Küchenkollektionen jetzt ohnehin viele naturnahe Töne zu sehen: Beige etwa, Cremeweiß, Sandgrau oder Grün. Außerdem: zarte Pastelltöne. Und: ruhige Holzoptiken - sei es als Dekore, Massivholz oder eben als Furniere - kombiniert mit matten, hellen Lackfronten. Matte Oberflächen sind in der Küche allgemein ein Ding. 2026 werden laut der Arbeitsgemeinschaft „Die Moderne Küche“ (AMK) in den Küchenstudios nicht nur „supermatte Fronten mit Anti-Fingerprint“ stärker vertreten sein. Auch Kochfelder mit tiefschwarzer, matter Glaskeramik sind angesagt. Der Matt-Trend soll der Idee nach dann auch einen praktischen Vorteil haben: weniger Spiegelungen, weniger Spuren.
Japandi ist in der Küche angekommen

Ein weiterer Trend, den die Möbelverbände fürs kommende Jahr ausmachen, passt dazu: Küchen im Japandi-Stil. „Wabi Sabi trifft auf Skandi“, nennt das Magazin „Schöner Wohnen“ das Konzept hinter dem Begriff, der schon eine Weile recht präsent im Designbereich ist – und sich aus den Wörtern Japan und Skandinavien zusammensetzt. Bei der Deko spielt demnach Schwarz eine wichtige Rolle als Kontrastfarbe, die für optische Tiefe sorgt.
Grifflose, filigrane Rahmenfronten und sanfte Rundungen
In der Küche zeigt sich dieser übrigens auch an grifflosen, filigranen Rahmenfronten. Und an offenen Regale. Klare Linien werden in der Kücheneinrichtung zudem mit sanften Rundungen kombiniert. Überhaupt: runde Konturen. Sie sind dem Verband zufolge ein weiterer Küchenmöbeltrend: Kücheninseln oder Küchenzeilen werden demnach mit abgerundeten Ecken versehen.
Und auf technischer Ebene? Da geht es ebenfalls ums Platzsparen: Etwa mit der Dampfschublade als praxisorientierte Neuheit. Dahinter steckt ein kompakter Dampfgarer im Format einer Küchenschublade, der sich etwa unter den Backofen oder in den Unterschrank einfügen lässts und somit in kleine Küchen Einzug halten kann. Für letztere gibt es übrigens auch aus der Küchenplanung Ideen: neue Standardtiefen für mehr Nutzvolumen etwa. „Ein Zentimeter in der Tiefe wirkt klein – in Summe sind das viele Liter und ein subjektiv deutlich größerer Stauraum“, fasst es AMK-Geschäftsführer Volker Irle zusammen. JESSICA KLIEM
Rohr frei!
So werden Sie Verstopfungen der Spüle los
Das Wasser steht in der Dusche oder im Waschbecken – und will einfach nicht mehr abfließen? Verstopfte Abflüsse sind ein häufiges und nerviges Haushaltsproblem. Mit chemischen Reinigern sollte man ihnen dennoch nur als „letzte Option“ begegnen, rät die Verbraucherzentrale. Denn diese können Materialien angreifen und Dichtungen beschädigen.
Die Verbraucherschützer empfehlen stattdessen den Verstopfungen mit dem Pömpel oder einer Rohrspirale zu Leibe zu rücken. Der Pömpel löst Blockaden durch Unterdruck, mit der Spirale lassen sich tiefsitzende Verstopfungen mechanisch entfernen. Ist der Abfluss direkt unterhalb des Waschbeckens verstopft, kann man aber auch einfach einen Eimer unters Waschbecken stellen, den Siphon vorsichtig abschrauben und dann per Hand (im Handschuh) reinigen.
Sie wollen doch gern ohne Pömpel und Co. auskommen? Die DIY Academy empfiehlt, die Verstopfung mit Essig, Natron und heißem Wasser lösen. Dafür gibt man etwa drei bis vier Esslöffel Natron oder Backpulver direkt in den Abfluss und gießt 100 bis 150 Milliliter Essig langsam nach. Die Mischung nun bei geöffnetem Fenster etwa eine Viertelstunde einwirken lassen und dann ein bis zwei Liter kochendes Wasser langsam in den Abfluss gießen. tmn
