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Chemie muss nicht immer sein

So macht Hygiene allen Spaß. FOTO: NEW AFRICA -STOCK.ADOBE.COM

Chemie muss nicht immer sein

Wohnen & Garten

Im Haushalt stehen oft viele Putzmittel, jedes für einen anderen Zweck – das gilt auch für das Badezimmer. Dabei ist weniger auch hier oft mehr, sagen Putzexperten. Das sind die wichtigsten Putzmittel für das Bad:

Das Badezimmer ist ein Raum, in dem vor allem Kalk und Seifenreste stören können. Darauf weist Angelika Konrad vom Berufsverband Hauswirtschaft hin. Um lästige Kalkablagerungen in Badewanne, Dusche und Waschbecken zu entfernen, ist ein säurehaltiger Reiniger notwendig. „Am umweltfreundlichsten beziehungsweise mildesten ist Zitronensäure“, sagt Marcus Gast vom Umweltbundesamt. Denn mit Kraftreinigern für das Bad habe man manchmal das Problem, dass sie empfindliche Materialien beschädigen. „Essigsäure oder Essigessenz sollte ganz vermieden werden, da sie das Chrom der Armaturen im Bad angreifen kann“, warnt er. Wichtig: Alle Sanitärreiniger benötigen eine Einwirkzeit, um Kalk zuverlässig zu lösen. „Die Chemie ersetzt hier ein Stück weit die Mechanik“, so die Hauswirtschafterin Konrad. Das bedeutet, man muss nicht heftig schrubben. 

Für die Reinigung der Toilette empfiehlt sich ein WC-Reiniger-Gel, das an der Innenwand haftet und über Nacht einwirken kann, sagt Marcus Gast. Sein zusätzlicher Tipp ist, die WC-Bürste in den Siphon zu stellen, um sie gleich mit zu reinigen. Es geht aber auch schneller, wenn die Verschmutzung geringer ist: „Die Toilette mit der WC-Bürste gut einschäumen, zehn Minuten einwirken lassen und dann nachspülen“, sagt Konrad. Zudem gibt es Putzsteine, auch bekannt als Bimssteine, mit einem langen Stiel, die gegen Kalkablagerungen im WC-Becken helfen können.

Die Zukunft im Bad

Nachhaltigkeit im Badezimmer? Eigentlich kein Problem, denn diese lässt sich durch verschiedene Maßnahmen umsetzen.

Ein bewusster Umgang mit Wasser ist dabei besonders wichtig, zum Beispiel durch wassersparende Armaturen, Perlatoren oder Thermostatarmaturen, die helfen, Wasser und Energie effizient zu nutzen. Moderne Toilettenspülungen mit 2-Mengen-Technologie können ebenfalls den Wasserverbrauch deutlich reduzieren. Recyclingfähige Materialien wie Sanitärkeramik oder Stahl-Emaille sowie nachhaltige Badmöbel mit Gütesiegeln wie ‚Blauer Engel‘ oder ‚Möbel Made in Germany‘ tragen zusätzlich zur Umweltfreundlichkeit bei. Langlebige Designs und die Möglichkeit, Ersatzteile zu erhalten, können die Lebensdauer des Badezimmers verlängern.