Der Weg des zerstörerischen Tornados am 10. Juli 1968

Es war Pforzheims schlimmste Nacht seit dem Zweiten Weltkrieg: Am späten Abend des 10. Juli 1968 fegte ein Tornado über die Stadt und die Region. Er hinterließ eine Schneise der Verwüstung.

Gegen 20.15 Uhr entwickelte sich der Tornado im lothringischen Saartal. Zwölf Minuten später erreichte er die nördlichen Vogesen und überquerte sie in sechs Minuten. Um 20.45 Uhr wurde das gewaltige Naturschauspiel bei Pfaffenhofen gesehen. Noch in Frankreich löste er sich gegen 21 Uhr vorerst auf, eine halbe Stunde lang war er offenbar „verschwunden“.

Erstmals in der Region bemerkt wurde der Tornado um halb 10 östlich des Rheins auf den Haupthöhen im Schwarzwald zwischen Malsch-Sulzbach und Ettlingen-Oberweier, allerdings ohne Bodenkontakt. Um 21.37 Uhr hatte der Tornado an jenem Mittwoch Ittersbach erreicht. Von dort aus zog er nach Osten weiter über Ottenhausen, Gräfenhausen, Birkenfeld und Pforzheim. Gegen 21.50 Uhr löste sich der zerstörerische Wirbel östlich von Neubärental auf.

Video: TV-BW Medienproduktionen




11.06.2018