Wismar. Die Polizei hat nahe Wismar einen Betrunkenen mit fast 5 Promille auf der Autobahn gestoppt. Der 38-jährige Pole sei kontrolliert worden, nachdem er am Samstagmittag auf Höhe des Autobahnkreuzes Wismar fast einen Unfall verursacht habe. Dabei entdeckte die Polizei noch einiges mehr.
Ein Atemalkoholtest ergab einen Spitzenwert von 4,86 Promille. In der einschlägigen Literatur würden nicht sonderlich geübte Alkoholtrinker schon ab 3,0 Promille ihr Leben in Gefahr bringen. Bewusst- und Reflexlosigkeit, Gedächtnisverlust und schwache Atmung seien Symptome einer gefährlichen Alkoholvergiftung. Es würden Lähmungen, Koma, Atemstillstand und Tod drohen. Das Gehirn sei schwer gestört. Die Atmung und der Puls würden langsam und schwach, Koma, Atemstopp und Herzstillstand sowie unkontrollierte Ausscheidungen könnten eintreten. Dieser Zustand sei lebensbedrohlich bis tödlich. Der Pole jedenfalls konnte mit fast 5 Promille noch sein Auto über die A20 steuern.
Bei dem Fahrzeug allerdings war der Versicherungsschutz erloschen. Die Polizei entwertete die Kennzeichen, beschlagnahmte das Auto samt Schlüsseln und ordnete eine Blutprobe an. Nach Beendigung der polizeilichen Maßnahmen wurde der betrunkene Autofahrer entlassen. Ob er noch richtig laufen konnte, geht aus der Polizeimitteilung nicht hervor. Selbst fahren darf er vorläufig jedenfalls nicht.

