Bei einem bundesweiten Ranking des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zur Versorgung von Kommunen mit Ärzten, Schulen, schnellem Internet und vielen anderen Infrastruktur-Angeboten schneidet Baden-Württemberg insgesamt gut ab. In etlichen Städten ist die Versorgung demnach sehr gut. Das geht aus dem «IW-Gemeindecheck Daseinsvorsorge» hervor, der im Auftrag des Tabakkonzerns Philip Morris erstellt worden war.
Böblingen kommt darin bundesweit auf Rang elf von insgesamt 10.817 Plätzen. Die Landeshauptstadt Stuttgart ist auf Platz 15, gefolgt von Karlsruhe mit Rang 17. Etwas weiter hinten – aber dennoch im Bereich sehr gut“ – kommen Ulm (185), Freiburg (295), Konstanz (528) und Heilbronn (549). Pforzheim belegt Platz 510 und sticht vor allem mit Rang 84 im Gesundheitsbereich hervor. Die beste Gemeinde aus dem Enzkreis ist Birkenfeld mit Platz 600. Im Bereich «sehr schlecht» ist Bad Rippoldsau-Schapbach (Landkreis Freudenstadt) auf dem letzten Platz in Baden-Württemberg.
Untersucht wurden nach Angaben der IW-Gesellschaftsforschung alle fast 11.000 Gemeinden in Deutschland. Ausgewertet wurden demnach 17 Indikatoren in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Mobilität, Digitales und Freizeit. Zuerst hatte das Nachrichtenmagazin «Spiegel» darüber berichtet.
Bewertet wurden etwa die Versorgung mit Kitas und Schulen, die Anbindung an Autobahnen, Nahverkehr und Flughäfen und die Erreichbarkeit von Ärzten, Apotheken, Pflegeeinrichtungen, Theater, Museen, Schwimmbäder, aber auch die Mobilfunkabdeckung und die Breitbandverfügbarkeit.
Zur Methodik: Für den Gemeindecheck hat das IW alle 10.817 Gemeinden in Deutschland untersucht – anhand von 17 Indikatoren in fünf Bereichen: Digitales (Mobilfunkabdeckung, Breitbandverfügbarkeit), Gesundheit (Erreichbarkeit von Hausärzten, Krankenhäusern, Apotheken, Pflegeeinrichtungen), Mobilität (Qualität von Brücken, Verbindungen Schienenregionalverkehr, Anbindung an Autobahn und Flughafen), Freizeit (Erreichbarkeit von Schwimmbädern, Theatern, Museen) und Bildung (Erreichbarkeit von Grundschulen, weiterführende Schulen, Gymnasien, Versorgung mit Kitas). Die Erreichbarkeiten wurden auf Basis von 100-mal-100-Meter-Zellen des Zensus berechnet und zu einem Gesamtindex aggregiert. Hinzu kommt eine repräsentativ quotierte Befragung von 5.455 Personen, die das Marktforschungsinstitut Bilendi vom 24. Juni bis 6. Juli 2025 durchgeführt hat, quotiert nach Geschlecht und Alter (Kreuzquote), Bundesland und Haushaltsnettoeinkommen.
© dpa-infocom, dpa:260526-930-130306/1


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