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Cyberkriminalität auf dem Vormarsch: So lässt sich Online-Betrug erkennen und vermeiden

Cyberkriminalität auf dem Vormarsch: So lässt sich Online-Betrug erkennen und vermeiden

Das Internet gehört heute zum Alltag der meisten Menschen in Deutschland, ob jung oder alt. Man kann spannende Themen recherchieren, neue Produkte bestellen oder sich zu den Nachrichten rund um Pforzheim informieren. Aber die zunehmende Digitalisierung hat auch eine Schattenseite hervorgebracht: Cyberkriminalität. Dabei setzen Kriminelle auf findige Methoden, um ihre Opfer in eine Falle zu locken.

Dieser Artikel wirft einen Blick auf die Entwicklung in den kommenden Jahren und erklärt, wie sich die gängigen Betrugsmaschen erkennen und vermeiden lassen. Die gute Nachricht ist, dass guter Schutz gar nicht mal so kompliziert sein muss.

Weltweite Entwicklung zur Cyberkriminalität bis 2029

Das steigende Risiko im Internet ist aber kein Phänomen, das sich nur auf Deutschland beschränkt, sondern eine weltweite Entwicklung. Die Zahlen zur Cyberkriminalitäts-Statistik sind eindeutig: Ransomware-Angriffe, Datenlecks und gestohlene Kontoinformationen verursachten im Jahr 2025 einen geschätzten Schaden von unfassbaren 10,29 Billionen US-Dollar.

Bis zum Jahr 2029 sollen sich die Schäden durch Cyber- und Internetkriminalität sogar auf rund 16 Billionen US-Dollar erhöhen. Betroffen sind sowohl Unternehmen als auch normale Nutzer, die sich heute aufgrund der zunehmenden Verbreitung von Online-Zahlungsdiensten und Online-Banking als immer attraktiveres Ziel erweisen. Es gilt also besonders hohe Vorsicht.

Und genau deswegen gewinnt das Thema Cybersicherheit zunehmend an Bedeutung. Mitarbeiter in Unternehmen und Privatmenschen müssen heute auf alle Betrugsmaschen vorbereitet sein, um den Risiken im Internet frühzeitig aus dem Weg gehen zu können.

Welche Methoden wenden die Kriminellen an?

Phishing

Der Klassiker unter den Online-Betrugsmaschen sind sogenannte Phishing-Nachrichten. Kriminelle verschicken hierbei gefälschte Nachrichten wie zum Beispiel E-Mails, bei denen sie angeben, man habe ein Gewinnspiel gewonnen oder es gäbe ein Paket, das es dringend abzuholen gilt. Der Link in der E-Mail führt jedoch auf eine gefährliche Seite.

Wer dort private Daten eingibt, schickt sie direkt an die Online-Betrüger. Manchmal hängen sie aber auch eine schädliche Datei als Anhang an. Es soll eine überfällige Rechnung sein, die das Opfer sofort prüfen soll. In Wahrheit ist es aber ein Schadprogramm zum Infizieren des Endgeräts. Solche Nachrichten sind also immer mit sehr viel Skepsis zu behandeln.

Social Engineering

Beim Social Engineering gehen die Angreifer sogar noch einen Schritt weiter. Sie möchten Druck auf einen Menschen ausbauen, indem sie sich als Bekannte in Notlage oder als Vorgesetzter ausgeben. Dafür nutzen sie oft Informationen von Social-Media-Plattformen wie Facebook oder LinkedIn – Namen samt Jobtitel sind dort sehr einfach zu finden.

Die Kontaktaufnahme erfolgt dann unter einem Vorwand: Man habe das Handy verloren und nimmt deshalb Kontakt unter einer anderen Nummer oder E-Mail auf. Sie möchten nachfolgend sensible Daten und Zugänge oder sogar Geld erbeuten. Im Zweifel gilt, sich nicht unter Druck setzen zu lassen und Ruhe zu bewahren, bis die Identität geklärt wurde.

Romance Scams

Betrug mit Romance Scams bewegt sich derzeit ebenfalls auf einem Höchststand. Betrüger geben sich auf den beliebten Dating-Apps als große Liebe aus und bauen eine starke emotionale Abhängigkeit auf. Irgendwann folgt eine tragische Geschichte samt hoher Krankenhausrechnung, die die vermeintliche Liebe allein nicht stemmen kann.

Oder man soll Geld für ein Zug- bzw. Flugticket überweisen, um sich sehen zu können. Das Opfer gerät in eine Zwangslage: Liebe oder Geld? Viele entscheiden sich dann aufgrund ihrer Hoffnung für die Liebe und überweisen das Geld, oft sogar auf ein ausländisches Konto. Eine Überweisung ins Ausland ist auch eines der klarsten Warnzeichen für einen Betrug.

Investment Scams

Investment- oder Anlagebetrug ist eine weitere gängige Masche, bei der Kriminelle hohe Geldsummen erbeuten. Sie geben sich hierbei auf Social Media als erfolgreiche Investoren aus und laden einen zu einer WhatsApp- oder Telegram-Gruppe ein. Dort befinden sich dann zahlreiche weitere Teilnehmer, die vom vermeintlichen Anlageerfolg berichten.

Doch in Wahrheit sind das alles automatisierte Bots, die von den gleichen Betrügern gesteuert werden. Sie schicken einen auf eine seriös wirkende Investmentseite, um dort Geld einzuzahlen. Diese Betrugsmasche ist mittlerweile so populär, dass selbst die Polizei-Beratung davor warnt. Grundsätzlich gilt: Vorsicht vor traumhaften Renditen.

Ransomware-Erpressung

Früher waren Unternehmen ein beliebtes Ziel für die sogenannte Ransomware-Erpressung, heute betrifft es aber auch immer häufiger normale Menschen im Internet. Eine Schadsoftware gelangt beispielsweise durch einen unvorsichtigen Download auf ein Gerät und verschlüsselt die gesamte Festplatte – das Gerät und die Daten sind dann nicht mehr nutzbar.

Auf dem Bildschirm erscheint im Anschluss eine Nachricht, man soll mithilfe einer Kryptowährung ein Lösegeld an eine anonyme Adresse schicken. Experten empfehlen, auf keinen Fall zu zahlen. Denn selbst im Zahlungsfall verlangen die Kriminellen einfach noch mehr Geld. Stattdessen gilt es, Beweise zu sichern und Anzeige zu erstatten.

Weitere Tipps für höheren Schutz gegen Cyberbetrug

So gut wie alle Betrugsmaschen bauen auf ein Fehlverhalten auf. Deshalb arbeiten Betrüger gerne mit hohem Druck. Man soll dringend etwas erledigen, da es sonst Konsequenzen hat. Beim Phishing und Social Engineering wird dem Opfer so keine Zeit gelassen, rational über die Situation nachzudenken. Besser ist: Ruhe bewahren und eine Zweitmeinung einholen.

Bei Liebes- und Anlagebetrug geht es hingegen vor allem darum, mittel- bis langfristig Emotionen und Vertrauen aufzubauen. Das Ziel ist aber am Ende fast immer gleich: Eine Zahlung ins Ausland oder per Kryptowährung, die sich kaum nachverfolgen lässt. Deswegen sollten bei einer solchen Anfrage sofort alle Alarmglocken schrillen.

Glücklicherweise gibt es heute aber auch technische Möglichkeiten, sich besser zu schützen. So finden sich entsprechende Sicherheits-Tools, die vor Phishing-Versuchen warnen oder Ransomware blockieren. Einige moderne VPNs bieten heute ebenfalls einen umfassenden Bedrohungsschutz, um zur Sicherheit und Privatsphäre im Internet beizutragen.