Immer mehr Menschen essen nicht mehr nur zuhause warm, sondern nutzen dafür verschiedene Angebote außerhalb der eigenen Küche. Die warme Mahlzeit verschwindet nicht, wird heute aber anders organisiert und stärker an den individuellen Tagesablauf angepasst. Das zeigt auch eine aktuelle Meta-Studie, die sich intensiv mit der heutigen Rolle von regelmäßigem warmem Essen beschäftigt.
Die warme Mahlzeit bleibt Teil des Alltags
Die warme Mahlzeit spielt für viele Menschen eine wichtige Rolle. Wann, wo und mit wem sie eingenommen wird, hat sich aber im Vergleich zu früher deutlich verändert, wie eine Studie von Landhausküche zur warmen Mahlzeit im Alltag zeigt. Zwar sind tägliche warme Mahlzeiten nicht für alle selbstverständlich, 43 Prozent kochen aber fast jeden Tag warm und 37 Prozent ungefähr zwei- bis dreimal pro Woche. Nur 9 Prozent kochen üblicherweise gar nicht selbst. Allerdings wird heute auch gar nicht mehr jede warme Mahlzeit selbst gekocht. Restaurants, Gaststätten, Lieferdienste und Kantinen sind für viele Menschen wichtige Bestandteile ihres Alltags geworden.
Die warme Mahlzeit findet nicht mehr nur zuhause statt
In die Meta-Studie floss unter anderem der BMEL-Ernährungsreport 2025 ein. Dieser hat gezeigt, dass 71 Prozent der Menschen mindestens einmal pro Monat in einem Restaurant oder einer Gaststätte essen gehen. Essen außer Haus ist heutzutage somit ein fester Bestandteil des modernen Alltags. Während warme Mahlzeiten früher fast ausschließlich am heimischen Mittagstisch stattfanden, spielen sie sich heute dort ab, wo sie am besten in den Tagesplan passen. Essen außer Haus braucht heute keinen besonderen Anlass mehr, sondern ist oft auch einfach eine praktische Option, eine warme Mahlzeit in einen vollen Tagesablauf einzubauen.
Lieferdienste schließen Lücken im vollen Tagesplan
Wenn es sich zeitlich schwer umsetzen lässt, selbst zu kochen, die warme Mahlzeit aber trotzdem nicht ausfallen soll, wird sie heute oft über externe Dienste organisiert. Laut der Studie greifen 38 Prozent der Befragten mindestens einmal im Monat auf einen Lieferdienst zurück. Durch die Möglichkeit, sich Essen nach Hause oder anderswohin liefern zu lassen, hat sich nicht nur der Ort, sondern auch die Organisation von warmen Mahlzeiten verändert. Auch spontan kann auf diese Weise manchmal doch noch eine warme Mahlzeit in den Tagesablauf eingebaut werden, wenn der ursprüngliche Plan unvorhergesehen durcheinandergerät.
Warmes Essen findet im Arbeitsalltag oft in der Kantine statt
Kantinen werden der Studie zufolge vor allem von Menschen unter 60 Jahren und in urbanen Räumen genutzt. Anders als beim Lieferdienst wird die warme Mahlzeit hier nicht flexibel organisiert, sie wird meist direkt in die Arbeit beziehungsweise in die Pause eingebunden. So kann auf praktische Weise, ohne zusätzlichen Aufwand für das Kochen, eine warme Mahlzeit zu einer festen Zeit in den Tag integriert werden.
Laut der Meta-Studie nutzen 21 Prozent der Menschen mindestens einmal im Monat die Kantine. 15 Prozent essen sogar mindestens einmal pro Woche dort.
Der Tagesrhythmus bestimmt, wann gegessen wird
Wann warm gegessen wird, hängt heute stark von Arbeit, Schule, Studium oder anderen Verpflichtungen ab. Die Meta-Studie hat dafür unter anderem die Erhebung „Zeitverwendung in Deutschland 2022“ des Statistischen Bundesamtes ausgewertet. Daraus ergibt sich, dass viele Menschen vor allem zwischen 9 und 15 Uhr mit Arbeit oder Bildung beschäftigt sind. Dementsprechend findet Essen häufig nicht zu einem frei gewählten Zeitpunkt statt, sondern muss in Pausen und vorhandene Tagesstrukturen passen. Auch die Orte, an denen gegessen wird, zeigen: Warme Mahlzeiten werden heute stärker vom Tagesablauf bestimmt als umgekehrt.

