(djd-p). Sie haben die Grippeimpfung im Herbst noch nicht wahrgenommen? Dann sollten Sie schnell noch einen Termin machen. Bis wann sich das auch im neuen Jahr noch lohnt, warum die Impfung für Menschen mit Herz-Kreislauf-Risiken besonders wichtig ist und wer sonst noch profitieren kann, erfahren Sie hier.
Winterzeit ist Grippezeit. Deshalb wird Menschen mit erhöhtem Infektionsrisiko jedes Jahr im Herbst wieder zur Impfung geraten. Um der Grippe zuvorzukommen, lässt man sich idealerweise zwischen Oktober und Mitte Dezember impfen. Doch wenn Sie den Termin im alten Jahr verpasst haben, kann sich eine Impfung auch jetzt noch lohnen. Denn es ist noch nicht zu spät: Die Grippewelle nimmt meist erst im Januar richtig Fahrt auf und hält drei bis vier Monate an – also oft bis Mitte Mai. Das macht die Grippeimpfung bis ins Frühjahr hinein noch wichtig und sinnvoll.

Hohes Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, Husten: Eine Grippe ist schon schlimm genug. Doch sie kann noch ernstere Folgen wie einen Herzinfarkt haben.
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Achtung: Bei Grippe ist auch das Herz in Gefahr
Besonders für Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen kann eine Grippeinfektion ein ernst zu nehmendes Risiko darstellen. Denn eine Grippe ist mehr als eine Atemwegsinfektion. Sie kann zahlreiche andere Organe angreifen, darunter auch das Herz. Studien zeigen, dass während der ersten Tage einer Grippeerkrankung das Risiko für einen akuten Herzinfarkt um das bis zu Zehnfache steigen kann! Mit einer Grippeimpfung kann man dieser zusätzlichen Gefahr bestmöglich vorbeugen. Denn sie kann einen vergleichbaren Effekt für die Herzgesundheit haben wie ein Rauchstopp oder die Einnahme von Cholesterin- und Blutdrucksenkern. In der Nachsorge bei einem überstandenen Herzinfarkt hat sie daher heute neben Maßnahmen wie gesunder Ernährung, Bewegung und Gewichtskontrolle ihren festen Platz.
Nach einer Grippe droht der Verlust der Eigenständigkeit
Aber nicht nur bei Herz-Kreislauf-Problemen, auch bei anderen chronischen Erkrankungen wie Atemwegs-, Leber- und Nierenkrankheiten, Diabetes, neurologischen Leiden und Immunschwächen kann die Grippeimpfung möglichen Komplikationen oder einer Verschlimmerung der Grunderkrankung vorbeugen. So kann eine Grippe neben dem Risiko von Herzerkrankungen auch die Gefahr eines Schlaganfalls um das Achtfache erhöhen und bei Menschen mit Diabetes Blutzuckerentgleisungen verursachen. Schwere Verläufe und Komplikationen können sich dann auf das ganze weitere Leben auswirken: Einer Studie von 2021 mit 925 Patienten zufolge verliert einer von fünf Betroffenen über 65 seine Eigenständigkeit, der wegen einer Grippe oder akuten Atemwegserkrankung ins Krankenhaus eingeliefert wurde.

Grippeschutz ist auch Herzschutz – für einen gesunden Winter und eine unbeschwerte Zeit mit den Enkelkindern.
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Schnell einen Impftermin machen
Für ein gesundes, selbstständiges Leben mit unbeschwerten Aktivitäten mit den Enkelkindern, Reisen und Hobbys ist ein kurzer Impftermin ein sehr kleiner Einsatz. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Grippeimpfung für alle Menschen ab 60 Jahren, bei den oben genannten Vorerkrankungen sowie für Schwangere ab dem vierten Schwangerschaftsmonat. Die Impfung sollte jedes Jahr wiederholt werden, da die Grippeviren sich ständig verändern. Vereinbaren Sie also möglichst bald in Ihrer Arztpraxis oder Apotheke noch einen Termin für die Grippeimpfung.
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