Mit den kühleren Monaten verändert sich der Zustand der Haut spürbar. Draußen sorgen Kälte und Wind für Spannungsgefühle, drinnen trocknet Heizungsluft zusätzlich aus. Hände, Gesicht und Unterschenkel zeigen die ersten Anzeichen: Rauheit, Schuppung und Juckreiz. Wer früh gegensteuert, erspart sich viele Beschwerden.
Wenn Pflege nicht mehr reicht: Der Weg zur Hautarztpraxis
Bleiben Rötungen, Ekzeme oder Juckreiz trotz Pflege bestehen, ist der Besuch in der Praxis sinnvoll. Hautärztinnen und Hautärzte unterscheiden zwischen trockener Haut, Neurodermitis, Kontaktallergien und Pilzinfektionen, die ähnlich aussehen können, aber unterschiedlich behandelt werden. Auch Veränderungen an Muttermalen gehören dazu. Termine bei Fachärzten sind oft knapp, deshalb lohnt eine frühzeitige Anfrage.
Praxen in der Umgebung lassen sich über die Gelbe Seiten finden. Das Online-Branchenverzeichnis der Gelbe Seiten Verlage listet Unternehmen und Einrichtungen für ganz Deutschland mit Adresse und Telefonnummer und bietet neben der Suche nach Branche und Ort auch Ratgeber zu Gesundheitsthemen. Wer Praxen in Pforzheim und Umgebung vergleicht, achtet auf Entfernung, Sprechzeiten und die Möglichkeit, Termine telefonisch oder online zu vereinbaren.
Zum Gespräch hilft es, Notizen mitzubringen: Seit wann bestehen die Beschwerden, welche Pflegeprodukte kommen zum Einsatz, gibt es Auslöser wie Wolle, Reinigungsmittel oder bestimmte Handschuhe? Solche Angaben verkürzen die Diagnose spürbar.
Dazu kommt die Frage der Kostenübernahme. Gesetzliche Kassen bezahlen medizinisch notwendige Behandlungen, bei Zusatzleistungen und kosmetischen Eingriffen wird häufig eine Selbstbeteiligung fällig. Am besten fragt man vor dem Termin in der Praxis nach, welche Leistungen übernommen werden und welche privat zu zahlen sind.
Trockene Haut richtig versorgen
Bei trockener Haut gilt: Weniger ist oft mehr. Lange, heiße Duschen waschen den Fettfilm aus der Haut; lauwarmes Wasser und milde, rückfettende Waschlotionen schonen sie. Direkt nach dem Duschen aufgetragene Pflegeprodukte binden die Restfeuchtigkeit besser. Cremes mit Harnstoff oder Glycerin werden gern bei trockener Haut verwendet, Salben mit höherem Fettanteil eignen sich eher für kalte Tage und stark beanspruchte Stellen.
Die Hände brauchen besonderes Augenmerk, weil sie häufiger gewaschen werden und im Winter ungeschützt bleiben. Handschuhe beim Spaziergang, Baumwollhandschuhe unter Gummihandschuhen bei Haushaltsarbeiten und eine regelmäßig aufgetragene Handcreme beugen Rissen vor.
Auch Haarpflege und Kopfhaut verdienen im Winter Aufmerksamkeit. Trockene Heizungsluft und Mützen können Juckreiz und Schuppen verstärken. Milde Shampoos, nicht zu heißes Wasser beim Waschen und gelegentliches Lüften der Kopfbedeckung helfen. Bleibt die Kopfhaut dauerhaft gerötet, sollte ärztlich abgeklärt werden, ob ein Ekzem dahintersteckt.
Bei der Wahl der Pflege hilft ein Blick auf die Inhaltsstoffe. Duftstoffe und Konservierungsmittel können empfindliche Haut reizen, daher greifen viele zu Produkten für sensible Haut. Neue Mittel werden zunächst an einer kleinen Stelle am Unterarm getestet, bevor sie großflächig zum Einsatz kommen.
Hautkrebs-Screening und Muttermale im Blick
Gesetzlich Versicherte haben ab 35 Jahren alle zwei Jahre Anspruch auf ein Hautkrebs-Screening. Dabei wird die gesamte Haut auf auffällige Veränderungen untersucht. Die kalte Jahreszeit eignet sich gut für diesen Termin, weil die Sommerbräune verblasst und Veränderungen leichter zu erkennen sind. Zu Hause hilft die ABCDE-Regel: Asymmetrie, unscharfe Begrenzung, ungleichmäßige Farbe, ein Durchmesser über fünf Millimeter und eine Entwicklung im Zeitverlauf.
Wer Veränderungen bemerkt, sollte nicht abwarten, bis der nächste Routinetermin ansteht. Fotos von auffälligen Stellen mit einem Lineal daneben erleichtern den Verlauf über Wochen.
Wer in der Familie Hautkrebsfälle hat oder viel Zeit in der Sonne verbracht hat, lässt sich zusätzlich individuell zu Kontrollintervallen beraten. Besonders Menschen mit vielen Muttermalen oder heller Haut profitieren von engmaschigeren Untersuchungen.
Wer sich unsicher ist, ob eine Stelle bedenklich aussieht, fragt besser einmal zu viel nach. Hautärztinnen und Hautärzte beurteilen Veränderungen mit dem Auflichtmikroskop und können bei Bedarf eine Gewebeprobe entnehmen. Die meisten Befunde erweisen sich als harmlos, doch eine frühe Abklärung gibt Sicherheit.
Alltagsgewohnheiten, die der Haut guttun
Raumluft mit etwa 40 bis 60 Prozent Luftfeuchtigkeit entlastet die Haut. Wasserschalen an Heizkörpern, Zimmerpflanzen oder ein Hygrometer zur Kontrolle sind einfache Mittel. Auch ausreichend Trinken, eine Ernährung mit hochwertigen Ölen und Nüssen sowie Schlaf tragen zum Hautbild bei.
Sonnenschutz bleibt im Winter relevant, vor allem im Gesicht, wenn bei Schnee und klarer Luft viel UV-Strahlung reflektiert wird. Kleidung aus Baumwolle oder Seide direkt auf der Haut ist verträglicher als kratzige Wolle. Wer empfindlich reagiert, wäscht neue Textilien vor dem ersten Tragen und verzichtet auf stark parfümierte Waschmittel.
Für Kinder gilt Ähnliches: Milde Pflegeprodukte ohne Duftstoffe, kurze Badezeiten und weiche Kleidung schützen die empfindliche Haut. Bei wiederkehrenden Ekzemen im Kleinkindalter ist der Kinderarzt die erste Anlaufstelle, bei Bedarf folgt die Überweisung zur Hautarztpraxis.

