Male movers with boxes unload client belongings
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Wenn die Ferien vorbei sind: Warum der Herbst in München die entspanntere Umzugszeit ist

Ende August sieht man sie in fast jeder größeren Straße: Möbelwagen in zweiter Reihe, gelbe Halteverbotsschilder am Bordstein, dazwischen Leute, die Kartons über den Gehweg balancieren und dabei versuchen, den Radlern auszuweichen. Der Sommer ist in München traditionell Hochsaison für Wohnungswechsel. Familien legen den Umzug in die Ferien, damit der Schulstart im neuen Viertel nicht ins Chaos fällt. Studierende ziehen vor Semesterbeginn, Berufseinsteiger zum Quartalswechsel. Das Ergebnis kennt jeder, der es schon mal versucht hat: Wer im Juli kurzfristig einen Termin sucht, bekommt entweder keinen oder einen, zu unangenehmen Konditionen.

Dabei spricht einiges dafür, den Umzug auf den Herbst zu schieben. Wer im Oktober oder November umzieht hat deutlich mehr Auswahl bei den Terminen, oft auch unter der Woche, und muss nicht mit halb Schwabing um denselben Samstag konkurrieren. Dazu kommt ein Punkt, den die meisten unterschätzen: Bei 32 Grad im vierten Stock ohne Aufzug macht das Tragen keinem Spaß, und die Konzentration lässt schneller nach, als einem lieb ist. Zehn Grad und trocken sind für einen Umzugstag objektiv die besseren Bedingungen.

Halteverbot: Der Papierkram, der am längsten dauert

Der klassische Anfängerfehler in München ist der Zeitplan für die Halteverbotszone. Viele wissen nicht, dass die Schilder nicht einfach aufgestellt werden dürfen, sondern behördlich genehmigt werden müssen. Je nach Lage und Auslastung sollte man dafür mindestens ein bis zwei Wochen Vorlauf einplanen, in der Innenstadt eher mehr. Wer das erst zehn Tage vorher angeht, steht am Umzugstag im Zweifel mit einem 7,5-Tonner in der Zweiten und darf hoffen, dass die Nachbarn geduldig sind.

Wer den Umzug ohnehin nicht in Eigenregie stemmt, hat es an dieser Stelle leichter: Eine erfahrene Umzugsfirma für Umzüge in München und Umgebung übernimmt die Beantragung in der Regel mit, inklusive Aufstellen und Abholen der Schilder. Wichtig ist trotzdem, das Thema früh anzusprechen, weil die Vorlaufzeit an der Behörde hängt und nicht an der Umzugsfirma. Ein zweiter Punkt, der gern vergessen wird: Auch am Zielort braucht es eine freie Ladezone. Zwei Halteverbote statt einem, das rechnet sich am Ende, weil die Kolonne sonst Meter für Meter schleppt und die Stunden laufen.

Vor dem Packen kommt das Aussortieren

Was den Umzugstag in München wirklich teuer macht, ist selten die Entfernung. Es ist das Volumen. Wer zwölf Jahre in derselben Wohnung gelebt hat, transportiert am Ende Dinge in die neue Adresse, die dort direkt wieder in den Keller wandern. Deshalb lohnt es sich, ein paar Wochenenden vorher anzufangen und Raum für Raum durchzugehen, statt auf einmal alles am letzten Sonntag entscheiden zu wollen.

Für kleinere Mengen reichen die Wertstoffhöfe der Stadt, an denen Münchner Haushalte Sperrmüll in haushaltsüblichen Mengen kostenlos abgeben können. Brauchbare Möbel, Geschirr oder Bücher nimmt die Halle 2 am Wertstoffhof Ost an und verkauft sie weiter, was ökologisch die deutlich sinnvollere Variante ist als die Presse. Anders sieht es aus, wenn ein kompletter Keller, ein Dachboden oder eine ganze Wohnung geräumt werden muss. Dann führt kaum ein Weg an einer professionellen Entrümpelung mit fachgerechter Entsorgung in München vorbei, schon weil man die Mengen ohne Fahrzeug und Helfer realistisch nicht bewegt bekommt.

Besonders häufig ist dieser Fall bei Wohnungsauflösungen nach einem Todesfall oder beim Umzug ins Pflegeheim. Hier drückt zusätzlich die Zeit, weil der Mietvertrag weiterläuft und die Wohnung zu einem festen Termin besenrein zurückgegeben werden muss. Wer in dieser Situation ist, sollte Entrümpelung und Umzug als getrennte Termine planen. Beides an einem Tag klingt effizient, führt aber meist dazu, dass sich die Möbelpacker zwischen Kartons und Sperrmüll durcharbeiten müssen.

Die Übergabe entscheidet über die Kaution

Der letzte Punkt wird regelmäßig unterschätzt, obwohl er direkt Geld kostet. Die Wohnungsübergabe sollte nie ohne Protokoll und ohne Fotos stattfinden. Zählerstände notieren, Mängel schriftlich festhalten, beide Unterschriften darunter. In einem Markt wie München, in dem Vermieter die Wohnung meist unmittelbar weitervermieten, wird bei der Rückgabe genau hingeschaut. Streit um Kaution und Schönheitsreparaturen entsteht fast immer dort, wo hinterher niemand mehr belegen kann, in welchem Zustand die Räume tatsächlich waren.

Und noch ein praktischer Hinweis für die Zeit danach: Der Nachsendeauftrag der Post gilt nur begrenzt, meist zwölf Monate. Wer Bank, Versicherung, Arbeitgeber, Kfz-Zulassung und Meldeamt nicht früh genug informiert, bekommt das Jahr später über Umwege mit. Die Ummeldung selbst muss in München innerhalb von zwei Wochen nach dem Einzug erfolgen, Termine im Bürgerbüro sind allerdings knapp. Auch den also besser vor dem Umzug buchen und nicht danach.