Eine Wohngebäudeversicherung stellt für Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer eine der wichtigsten Absicherungen dar. Schließlich können beispielsweise ein geplatztes Wasserrohr, ein Brand oder ein schwerer Sturm schnell enorme Schäden am Gebäude verursachen. Trotzdem sind sich viele Eigentümerinnen und Eigentümer nicht darüber im Klaren, welche Leistungen eigentlich in ihrer Versicherung enthalten sind. Erst im Schadensfall stellt sich dann immer wieder heraus, dass längst nicht jedes Schadensereignis automatisch versichert ist. Deshalb ist es auf jeden Fall ratsam, sich in Ruhe mit den Grundlagen einer Wohngebäudeversicherung auseinanderzusetzen.
Welche Schäden sichert eine Wohngebäudeversicherung ab?
Eine Wohngebäudeversicherung bietet bei einem Gebäude und bei damit fest verbauten Bestandteilen eine Absicherung bei versicherten Fällen. Hierzu gehören beispielsweise Heizungsanlagen. Fenster, Türen, Wände sowie das Dach und in vielen Fällen auch Nebengebäude und Garagen, wenn diese im Versicherungsvertrag vermerkt sind.
Wer sich näher mit den einzelnen Leistungen und möglichen Vertragsbestandteilen auseinandersetzen will, findet unter Wohngebäudeversicherung im Überblick bei der HUK24 viele weitere Informationen rund um typische Absicherungsoptionen und Leistungsmerkmale dieser Versicherungsart.
Nicht durch eine Wohngebäudeversicherung abgesichert sind dagegen etwa persönliche Gegenstände, Elektrogeräte, Möbel, Kleidung und andere bewegliche Gegenstände. Für diese Bereiche gilt es, sich über eine Hausratversicherung zu informieren und diese passend zu den eigenen Bedürfnissen abzuschließen. Wichtig ist diese Unterscheidung immer vor Augen zu haben, weil es immer wieder viele Leute gibt, die fälschlicherweise der Meinung sind, dass über eine Wohngebäudeversicherung automatisch alle Schäden innerhalb des Hauses abgesichert sind.
Bei einer Wohngebäudeversicherung sind klassischerweise diese vier grundlegenden Gefahren im Versicherungsschutz enthalten:
- Feuer
- Sturm
- Leitungswasser
- Hagel
Für Eigentümer von Gebäuden führen gerade Brände immer wieder zu den umfangreichsten Schadensfällen. Solche Brände können besonders hohe Kosten verursachen, auch wenn diese vielleicht eher selten auftreten. In diesem Zusammenhang übernimmt eine Wohngebäudeversicherung normalerweise Schäden, die entweder direkt durch Feuer oder auch durch Implosionen, Explosionen oder Blitzschlag entstehen. Hierbei werden bei einem Versicherungsfall aber nicht nur die Kosten durch einen direkten Brandschaden reguliert. Denn gleichermaßen übernimmt die Versicherung meistens auch Folgeschäden, die etwa durch Löschwasser, Ruß oder Rauch entstanden sind. Wird ein Gebäude durch ein versichertes Ereignis komplett zerstört oder in großem Maße beschädigt, dann übernimmt eine Wohngebäudeversicherung abhängig vom abgeschlossenen Vertrag ebenfalls die Kosten für umfangreiche Reparaturen oder einen kompletten Wiederaufbau.
Eine entscheidende Rolle spielt in einer solchen Situation immer die vereinbarte Versicherungssumme. Entsprechend sollte diese Summe bei Abschluss einer Wohngebäudeversicherung immer sorgfältig berechnet und anschließend regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst werden. Eine Überprüfung ist insbesondere enorm wichtig, wenn Erweiterungen am Gebäude vorgenommen oder Modernisierungen durchgeführt werden. Das ist von großer Bedeutung, um bei einem Schadensfall eine Unterversicherung zu vermeiden.
Leitungswasser ist eine häufige Schadensursache
Im Vergleich zu Bränden kommt es statistisch betrachtet deutlich häufiger durch Leitungswasser zu Schäden an einem Gebäude. Eine undichte Wasserleitung oder ein klassischer Rohrbruch kann an Decken, Wänden und Böden zu massiven Beschädigungen führen. Besonders tückisch ist hierbei, dass solche Schäden oftmals zunächst gar nicht bemerkt werden und erst auffallen, wenn Schimmel entsteht oder Feuchtigkeit sichtbar wird.
Bei solchen versicherten Schäden übernimmt eine Wohngebäudeversicherung in der Regel nicht nur die Kosten für notwendige Reparaturen, sondern zusätzlich Kosten für eine Wiederherstellung beschädigter Gebäudeteile oder auch für erforderliche Trocknungsmaßnahmen.
Versicherungsschutz bei Sturm und Hagel
Rund um Gebäude sorgen immer wieder auch Unwetter für größere Schäden. Heftige Hagelschauer oder starke Windböen können beispielsweise Häuserfassaden beschädigen, Fenster zerstören oder an Dächern zu Beschädigungen führen. Hier kommt eine Wohngebäudeversicherung ebenfalls ins Spiel und tritt meistens bei Schäden durch Hagel und Sturm ein.
Hierbei kann es sich dann zum Beispiel um Schäden am Gebäude durch umgestürzte Bäume handeln. Gleichermaßen kann es etwa um beschädigte Rollläden oder abgedeckte Dachziegel handeln. Zusätzlich sind in vielen Fällen ebenfalls Folgeschäden versichert, wenn etwa nach einem Sturmschaden Regenwasser ins Gebäude eindringt.
Elementarschäden in der Wohngebäudeversicherung als Zusatzbaustein einschließen
Die sogenannten Elementarschäden sorgen oftmals für Verwirrung bei Hausbesitzern. Denn viele Eigentümerinnen und Eigentümer gehen fälschlicherweise davon aus, dass etwa Starkregen und Überschwemmungen ebenfalls automatisch über die Wohngebäudeversicherung abgesichert sind. Das ist aber meistens nicht der Fall und hierfür muss daher ein zusätzlicher Baustein in die Versicherung integriert werden.
Zu den Elementarschäden zählen unter anderem:
- Starkregen
- Rückstau
- Überschwemmungen
- Erdrutsch
- Lawinen
Für solche und weitere Risiken ist normalerweise der Abschluss eines zusätzlichen Versicherungsbausteins innerhalb der Wohngebäudeversicherung notwendig. Aufgrund zunehmender Wetterextreme wird dieser zusätzliche Schutz heute immer wichtiger.

