Wenn du als Einkäufer tätig bist, besteht ein großer Teil deines Arbeitsalltags daraus, die richtigen Produkte aus Unternehmenssicht zu finden. Nicht nur im B2C, sondern auch im B2B Bereich sind die Angebote allerdings so umfassend, dass du auf den ersten Blick oft gar nicht erkennst, was sinnvoll ist.
Wir stellen uns nun die Situation vor, dass du einen tragbaren Etikettendrucker benötigst, der in einer robusten und harten Umgebung genutzt werden soll. Wir sagen dir, worauf du beim Kauf unbedingt achten musst.
Industriequalität ist Pflicht für den harten Alltag
Der Einsatz in der Werkstatt, im Hochregallager oder im Außenbereich verzeiht keine Schwachstellen bei der Verarbeitung. Ein herkömmliches Verbrauchergerät würde den Belastungen durch Staub, Feuchtigkeit und Stürze nur wenige Tage standhalten.
Für dein Unternehmen musst du daher zwingend auf zertifizierte Industriequalität für tragbare Etikettendrucker setzen. Diese Geräte zeichnen sich durch ein gummiertes Gehäuse aus, das Stöße abfängt und die empfindliche Elektronik im Inneren schützt.
Achte beim Vergleich der Datenblätter auf die IP-Schutzklasse, die Auskunft über den Schutz gegen das Eindringen von Festkörpern und Wasser gibt. Ebenso wichtig ist die Sturzresistenz, die oft nach militärischen Standards getestet wird.
Ein robuster Etikettendrucker muss den Sturz aus normaler Arbeitshöhe auf harten Betonboden unbeschadet überstehen. Wenn du hier am falschen Ende sparst, steigen die Kosten für Reparaturen und Ersatzbeschaffungen in der Zukunft schnell an.
Achte auf die passende Etikettenbreite für deinen Bedarf
Die Anforderungen an die Kennzeichnung sind von Abteilung zu Abteilung verschieden. Während in der Elektroinstallation oft schmale Schrumpfschläuche oder Kabelmarker mit einer Breite von wenigen Millimetern ausreichen, benötigt die Logistik breite Versand- und Lagerplatzetiketten.
Als Einkäufer musst du daher im Vorfeld den genauen Bedarf der Fachabteilungen abfragen. Kennzeichnungslösungen für die Kabelkennzeichnung müssen andere Dinge können als tragbare Drucker, die Etiketten für Waren ausgeben.
Viele tragbare Drucker sind in der maximalen Medienbreite limitiert. Wenn ein Gerät nur Bänder bis zu einer Breite von 19 Millimetern aufnehmen kann, ist es für die Kennzeichnung von großen Lagerregalen oder Paletten unbrauchbar.
Flexible Modelle bieten die Möglichkeit, verschiedene Bandbreiten in einem Gerät zu nutzen. Achte auch auf das Schriften- und Barcode-Angebot des Druckers, damit alle notwendigen Informationen lesbar auf der gewählten Breite Platz finden.
Schau auf die maximale Etikettenmenge pro Tag
Ein oft übersehener Faktor im Beschaffungsprozess ist das tägliche Druckvolumen, für welches das Gerät konzipiert wurde. Tragbare Etikettendrucker sind für den mobilen Einsatz gedacht, unterscheiden sich jedoch erheblich in ihrer Leistungsfähigkeit. Ein Gerät, das für den gelegentlichen Einsatz im Servicebereich gedacht ist, überhitzt schnell, wenn es im Schichtbetrieb einer Produktionsstraße eingesetzt wird.
Prüfe die Herstellerangaben bezüglich der empfohlenen Druckleistung pro Tag. Für den harten Dauereinsatz in der Wirtschaft benötigst du Modelle mit einem langlebigen Druckkopf und einer schnellen Druckgeschwindigkeit.
Auch die Akkukapazität spielt hier eine entscheidende Rolle. Ein leistungsstarker Lithium-Ionen-Akku muss eine komplette Arbeitsschicht ohne Zwischenladen überstehen, um die Produktivität der Mitarbeiter nicht zu bremsen.
Überlege, ob du Zubehör wie eine QWERTZ-Tastatur brauchst
Die Bedienung des Druckers direkt vor Ort entscheidet darüber, wie schnell und fehlerfrei die Kennzeichnung abläuft. Viele industrielle Handheld-Drucker sind mit einer integrierten Tastatur ausgestattet. Hier hast du oft die Wahl zwischen dem ABC-Layout und dem gewohnten QWERTZ-Layout, das auch bei Computertastaturen verwendet wird. Für Mitarbeiter, die täglich viele Texte manuell eingeben müssen, ist das QWERTZ-Layout die deutlich bessere Wahl, da die Tippgeschwindigkeit durch die vertraute Tastenanordnung höher ist. Falls die Etiketten hauptsächlich am PC gestaltet und per Bluetooth oder WLAN an den Drucker übertragen werden, kann auf eine vollwertige Tastatur verzichtet werden. In diesem Fall reicht ein kompakteres Modell ohne Tastenfeld, was wiederum das Gewicht des Geräts reduziert.
Bestelle Tragetaschen gleich mit dazu
Der Schutz des Geräts endet nicht nach der Benutzung. Im rauen Arbeitsalltag werden Werkzeuge oft ungeschützt in den Werkzeugkoffer geworfen oder im Servicefahrzeug transportiert.
Dabei können das Display oder die filigranen Schneidevorrichtungen des Druckers Schaden nehmen. Als weitsichtiger Einkäufer solltest du passgenaue Tragetaschen oder Hartschalenkoffer direkt im Paket mitbestellen.
Diese Taschen bieten nicht nur Schutz vor Kratzern und Schmutz, sondern halten auch das notwendige Zubehör griffbereit. In separaten Fächern lassen sich Ersatzbänder, das Ladegerät und Reinigungskassetten sicher verstauen.
Das sorgt für Ordnung am Arbeitsplatz und stellt sicher, dass der Mitarbeiter bei Außeneinsätzen alle Komponenten parat hat, um seine Aufgabe ohne Unterbrechung zu erledigen.
Denk an die nötigen Gürtelklemmen
Bei der Arbeit in der Höhe, auf Leitern oder beim Kommissionieren im Lager müssen die Mitarbeiter die Hände frei haben. Ein tragbarer Drucker, den man ständig ablegen muss, stellt eine Unfallgefahr dar und verlangsamt die Arbeitsabläufe.
Hochwertige Gürtelklemmen oder spezielle Holster sind daher ein unverzichtbares Zubehörteil für den harten Einsatz.
Achte darauf, dass die Klemmen aus robustem Material wie Metall oder verstärktem Kunststoff gefertigt sind, damit sie sich bei schnellen Bewegungen nicht verbiegen oder brechen. Das Gerät muss fest am Gürtel sitzen, sich aber gleichzeitig mit einem Handgriff leicht lösen lassen.
Durch diese kleine Investition steigerst du die Arbeitssicherheit und die Ergonomie für die Belegschaft erheblich.
