Die Paketflut im internationalen Onlinehandel führt beim deutschen Zoll zu einem deutlichen größeren Aufwand. Im vergangenen Jahr seien knapp 790 Millionen Warensendungen mit einem Wert von 1,4 Billionen Euro abgefertigt worden, teilte der Präsident der Generalzolldirektion, Armin Rolfink, bei der Vorstellung der Jahresbilanz auf dem Flughafen Leipzig/Halle mit. 2024 waren es noch 595 Millionen Sendungen im Wert von 1,3 Billionen Euro.
Der Zoll prüft den Inhalt von Paketen unter anderem im Hinblick auf Produktpiraterie, Artenschutz oder verbotene Arzneimittel. Außerdem ist er für die Erhebung der Einfuhrumsatzsteuern und Zollabgaben zuständig.
Der deutliche Anstieg der Warensendungen sei vor allem auf den E-Commerce-Boom - insbesondere durch die Versandhändler aus China - zurückzuführen. Um die steigenden Anforderungen an den Zoll zu bewältigen, werde er in diesem Jahr mit 1.500 zusätzlichen Kräften verstärkt, sagte Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD). Derzeit hat der Zoll bundesweit rund 49.000 Beschäftigte.
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