Autobahn GmbH
Die rund 14.000 Beschäftigten der Autobahn GmbH bekommen mehr Geld.
Daniel Vogl/dpa
Wirtschaft weltweit
Kein Streikrisiko: Tarifeinigung bei der Autobahn GmbH

Der Enzkreis und Pforzheim haben ohnehin Glück gehabt bei den jüngsten Warnstreiks im Tarifstreit zwischen der Autobahn GmbH und Gewerkschaft Verdi. Weder die Riesenbaustelle für die neue A8 im Enztal noch die zuständige Autobahnmeisterei waren betroffen. Und nun droht keine weitere Streikrunde mehr. Der dbb Beamtenbund sprach von einem tragfähigen Ergebnis. Dieses sehe im Kern eine Steigerung der Einkommen in drei Schritten um insgesamt 7,8 Prozent vor, mindestens aber um insgesamt 360 Euro. In vielen Bereichen würden die Einkommen spürbar verbessert, zudem etwa Zuschläge für Schichtarbeit angehoben. Verdi betonte, da sich die Mindestbeträge in den unteren Lohngruppen prozentual stärker auswirkten, liege das Gesamtvolumen der Tabellenerhöhung sogar noch etwas höher bei 8,7 Prozent. Die Gesamtlaufzeit des Tarifvertrags beträgt 26 Monate.

Sebastian Mohr, Geschäftsführer Personal und Arbeitsdirektor der Autobahn GmbH des Bundes, nannte den Tarifabschluss einen entscheidenden Baustein für die Zukunfts- und Leistungsfähigkeit der Autobahn GmbH. 

«Das ist ein wirklich gutes Ergebnis für die Beschäftigten - und es ist ein Ergebnis, das sie sich selbst erkämpft haben», sagte die stellvertretende Verdi-Vorsitzende Christine Behle. Die Autobahn GmbH stehe vor Milliardeninvestitionen und leide zugleich unter Personalmangel. Umso wichtiger sei ein solcher Abschluss, der Fachkräfte halten und neue anziehen könne. 

Die Gewerkschaften hatten mit Warnstreik den Druck erhöht. Deswegen war es in mehreren Regionen Deutschlands in den vergangenen Wochen zu Verkehrsbehinderungen gekommen.

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